Anti-Atomkraft-Demo am Ostermontag: Auch Grünen-Chefin Sigi Hagl trommelt gegen Temelin

Anti-Atomkraft-Demo am Ostermontag: Auch Grünen-Chefin Sigi Hagl trommelt gegen Temelin

Am Ostermontag um 14 Uhr treffen sich Atomkraftgegner aus Deutschland, Tschechien und Österreich im Grenzort Waidhaus, um mit einer Trommel-Aktion lautstark auf die Gefahren der Atomkraft aufmerksam zu machen und für die sofortige Abschaltung des tschechischen Atomkraftwerks Temelin einzutreten.

Die als Gastrednerin geladene Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, Sigi Hagl (Bild) aus Landshut, erklärt: „Die Risiken der Atomkraft sind unkalkulierbar. Auch 31 Jahre nach der verheerenden Nuklearkatastrophe von Tschernobyl ist die Gefahr lange nicht gebannt. Wir sind umgeben von gefährlichen Schrottreaktoren wie Temelin, die uns alle bedrohen. Ein Super-GAU macht nicht halt an nationalen Grenzen. Wir werden weiter dafür auf die Straßen gehen, dass sich Tschernobyl und Fukushima nicht wiederholt – nicht bei uns, nicht an unseren Grenzen, nirgendwo!“

Das südböhmische Atomkraftwerk Temelin ist nur 60 Kilometer von der bayerischen Grenze entfernt. Experten wie der ehemalige technische Leiter der Atomaufsicht des Bundesumweltministeriums, Dieter Majer, hätten bei der Internationalen Temelin-Konferenz im März in München erneut verdeutlicht, dass sicherheitsrelevante Schweißnähte nicht stark genug seien, so die Grünen.





 

Kategorien: Aktuell, Politik

Kommentare

  1. Nur am Rande bemerkt:
    Nur am Rande bemerkt: 15 April, 2017, 13:49

    Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl hat ihre Ursache nicht in einem Versagen der Technik gehabt, wie man den Bürgern seit 1986 weismacht, sondern in menschlichem Versagen in einer verantwortungslosen und menschenverachtenden UdSSR: Im üblichen Größenwahn eines kommunistischen Systems wurde mit einem Reaktor herumgespielt, nachdem man die Sicherungssysteme ausgeschaltet hat und den Reaktor im Handbetrieb gefahren hat. Dabei wurden gravierende Bedienfehler gemacht, die zu einem überkritischen Zustand des Reaktors geführt hat. Dass der Reaktor darüber hinaus ein graphitmoderierter Uralt-Typ war – auch das typisch für die sowjetische “Technologiebeherrschung”), hat den Brand und die radioaktive Verseuchung dann dramatisch verschlimmert.
    Dass diese Technologie und ein solch dilettantischer Umgang mit dieser Technologie heute in Europa – auch in Temelin – nicht gegeben sind, ficht dabei auch wieder keinen anständigen Grünen an: “Gleich zu Beginn der Vorbereitungsarbeiten setzten erste Proteste ein, die vor allem individueller Art waren und sich gegen nicht kompensierte Hausabrisse und Vermögensnachteile wandten.” (wikipedia “Kernkraftwerk Temelin”).

    Aber Angst ist immer ein starker Motivator und wird von den Grünen gern zur Mobilisierung eingesetzt, das ist dann die “gute” Angst. Die Ängste, die andere dagegen schüren, sind “Populismus”, “Panikmache” und “Verunsicherung von Bürgern”. Aber wenigstens das ist mittlerweile den meisten bekannt.

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