Bis 2031 wird der Abbau des KKI 1 von außen nicht erkennbar sein, sagt Leiter Sebastian Wittmann beim Info-Tag – Brennelemente sollen bis Ende 2019 raus

Bis 2031 wird der Abbau des KKI 1 von außen nicht erkennbar sein, sagt Leiter Sebastian Wittmann beim Info-Tag – Brennelemente sollen bis Ende 2019 raus

Betreiber PreussenElektra begleitet den Rückbau des KKI 1 in Essenbach mit einer Informationsoffensive. Aktuelles Beispiel ist der Info-Tag am heutigen Dienstag in der Eskara, wo sich interessierte Bürger noch bis 19.30 Uhr mittels Vortrag, Film und Ausstellung einen Eindruck von den Arbeiten verschaffen können, die auf dem Gelände des Kernkraftwerks in den nächsten Jahren (bzw. Jahrzehnten) geplant sind. Am Vormittag gab es zunächst einen nichtöffentlichen Teil für geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Presse.

Dabei stellte Standortleiter Sebastian Wittmann (im Bild li., neben ihm Assistent und Kommunikationsmann Bernd Gulich) einen Aspekt ins Zentrum seiner Ausführungen: Das Personal werde „den Rückbau genauso engagiert wie den Betrieb“ des KKI 1 abwickeln; das Kernkraftwerk war im März 2011 kurz nach der Atomkatastrophe von Fukushima vom Netz genommen worden, fast auf den Tag genau 32 Jahre nach dem Beginn des kommerziellen Betriebs 1979.

Zum 1. April 2017 wurde PreussenElektra nun die „Erste Genehmigung zur Stillegung und zum Abbau“ des KKI 1 erteilt. Vor diesem Hintergrund veranstaltet das Unternehmen zunächst den Info-Tag (Motto „Wir können Rückbau“) in Essenbach; weitere derartige Veranstaltungen seien angedacht, auch in Landshut, so Bernd Gulich. Wie Sebastian Wittmann darlegte, werde der Rückbau des Kernkraftwerks „viele Jahre von außen her nicht erkennbar sein“ – konkret: bis 2031. Der „konventionelle Abriss“ sei ab 2032 geplant; vorher werde „kein Bagger anrollen“.





 

Zu den ersten Arbeiten, die im Rahmen des Rückbaus in Angriff genommen werden, gehört die Demontage der Turbine im Maschinenhaus. Für die Zerlegung der Komponenten sei „eine der größten Bandsägen Europas“ im Einsatz, so Wittmann. Zudem seien Strahlanlagen in Betrieb genommen und Messgeräte zur sogenannten „Freimessung“ der abgebauten Teile installiert worden.

Noch im 2. Quartal dieses Jahres erwartet PreussenElektra die Genehmigung dafür, die 1.734 Brennelemente aus dem Abklingbecken in Castoren im Zwischenlager BELLA einzulagern. Für das KKI 1 ist „Brennstofffreiheit für Ende 2019 geplant“. 

Kategorien: Aktuell, Nachrichten

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