Brandschutz zu verbessern und Wände neu zu streichen, ist den Grünen nicht genug: Sie fordern für die Nikolaschule zusätzliche Räume

Brandschutz zu verbessern und Wände neu zu streichen, ist den Grünen nicht genug: Sie fordern für die Nikolaschule zusätzliche Räume

“Mit Überraschung” hat die Stadtratsfraktion der Grünen nach eigenen Angaben “aus der Presse” erfahren, “dass die Sanierung der Grund- und Mittelschule St. Nikola bereits abgeschlossen ist bzw. in Kürze abgeschlossen sein wird” (im Bild der Ortstermin am letzten Freitag u.a. mit OB Alexander Putz). Lediglich der Neubau der Turnhalle stehe noch aus.

Darüber zeigen sich die Grünen nun in einer Pressemitteilung irritiert bis verärgert. “Abgesehen davon, dass nur eine Grundsanierung, aber keine Generalsanierung wie etwa bei der Carl-Orff-Schule erfolgen wird, ist damit in keiner Weise die Position des Staatlichen Schulamtes berücksichtigt”, kritisiert die Fraktion. Das Staatliche Schulamt habe schon im Februar 2016 an das Stadtschulamt geschrieben, dass neben einer Sprengeländerung “eine umfassende Sanierung sowie die Schaffung neuer Räume für besondere pädagogische Angebote grundlegende Voraussetzung für den weiteren Bestand der Grundschule St. Nikola” seien.

Die Grünen betonen, sie hätten sich seit Beginn der Diskussionen für den weiteren Bestand der Nikolaschule eingesetzt, “zeitweise auch gegen Kritik aus dem Schulbereich”. Die Fraktion sieht “die wirklichen Probleme der Schule mit einer schlichten Grundsanierung in keiner Weise gelöst”. Wo diese Probleme lägen, zeige ein Blick auf die Zahlen. Im Schuljahr 2016/17 wohnten 126 grundschulpflichtige Kinder im Sprengel St. Nikola. Nur 72 von ihnen besuchten ihre eigene Sprengelschule. Da werde die vom Staatlichen Schulamt mehr als deutlich angesprochene Gefahr für den dauerhaften Bestand der Schule mit einer schlichten Grundsanierung nicht zu beheben sein, so die Grünen. So erfreulich das bisher Geschehene für die Schule sei, auf weite Sicht genüge es nicht, den Brandschutz zu ertüchtigen und die Wände neu zu streichen, so Stadträtin Hedwig Borgmann.





Wem es wirklich ernst sei mit dem dauerhaften Erhalt der Grundschule St. Nikola, der werde sich der Sicht des Staatlichen Schulamtes nicht verschließen können. Deshalb müsse über die noch ausstehende Generalsanierung hinaus ernsthaft die Schaffung der aus pädagogischer Sicht erforderlichen Räume angegangen werden. Die Grünen-Fraktion fordert jetzt in einem Antrag, für die Schaffung der erforderlichen neuen Räume in Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt ein Raumprogramm zu entwickeln, den dafür erforderlichen Kostenrahmen zu ermitteln und alle bestehenden Fördermöglichkeiten zu erkunden.

Kategorien: Aktuell, Politik

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