„Busse, Baby!“ Frank Palme, Claus Nußrainer und Co. stellen das nächste Bürgerbegehren vor: Mit dem 20-Minuten-Takt soll der ÖPNV in Landshut “richtig geil” werden

„Busse, Baby!“ Frank Palme, Claus Nußrainer und Co. stellen das nächste Bürgerbegehren vor: Mit dem 20-Minuten-Takt soll der ÖPNV in Landshut “richtig geil” werden

Und noch ein Bürgerbegehren für Landshut: Unter dem Motto „Busse, Baby! Mehr ÖPNV – gut gegen Stau“ hat am Montag eine Gruppe um den Grünen-Stadtrat Frank Palme (3.v.re.) und Claus Nußrainer (re.), den ehemaligen Leiter des Verkehrsbetriebs der Stadtwerke, die Gründung einer Bürgerinitiative bekanntgegeben. Bei einer Pressekonferenz im Gasthaus zur Insel gaben sie den Startschuss für ihr Bürgerbegehren, das mit folgender Frage um die Zustimmung der Landshuter für einen besseren ÖPNV wirbt: „Sind Sie dafür, dass die Stadt Landshut das Angebot der Stadtbuslinien im Stadtgebiet um 30 Prozent erhöht, insbesondere durch Wiedereinführung des 20-Minuten-Taktes (statt 30-Minuten-Takt)?“

Die Begründung liegt Palme zufolge auf der Hand: Der ÖPNV in Landshut sei unattraktiv, seit mittlerweile elf Jahren habe man das Stadtbusnetz nicht mehr an die wachsenden Einwohnerzahlen angepasst. Im 2012 beschlossenen Nahverkehrsplan sei der ÖPNV vielmehr auf seinen Status Quo festgeschrieben worden. Palme und seine Mitstreiter wollen diese Fesseln nun lösen und dafür sorgen, so der Grünen-Stadtrat, „dass Busfahren in Landshut richtig geil wird“.

Der Schlüssel dazu liegt nach Überzeugung der BI-Sprecher in einer engeren Taktung. Vom 30- auf den 20-Minuten-Rhythmus umzustellen, bedeute faktisch 50 Prozent mehr Fahrten in dieser Stunde, so Verena Putzo-Kistner. Gefühlt sei dies für den Busbenutzer oft der entscheidende Unterschied – eine halbe Stunde wolle heutzutage kaum jemand auf den Bus warten, eine Viertelstunde (oder ein bisschen mehr) dagegen sei noch okay.





Claus Nußrainer, der Mann vom Fach, ergänzte, besonders wichtig sei auch, dass man Neubaugebiete von Anfang an bediene. Da müsse der ÖPNV „vorher da sein“ und nicht erst dann, „wenn jeder schon das zweite Auto hat“.

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens zeigten sich auf der Pressekonferenz sehr zuversichtlich, dass sie in den nächsten zwei bis drei Monaten die erforderliche Zahl an Unterschriften (ca. 3.300) zusammenbekommen, um einen Bürgerentscheid herbeizuführen. Sollte das Projekt erfolgreich sein, würde es zu einer echten Entschärfung der Stauprobleme in Landshut führen – „im Gegensatz zu teuren Straßenbaugroßprojekten“ sei dies „tatsächlich machbar, sogar zeitnah“.

Kategorien: Aktuell, Nachrichten

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