Der China-Experte und Liberale Bernd Einmeier sagt: Niederbayern kann von Trump profitieren

Der China-Experte und Liberale Bernd Einmeier sagt: Niederbayern kann von Trump profitieren

Wenn der neue US-Präsident Donald Trump die chinesische Zentralregierung provoziert, könne Deutschland – und im speziellen Niederbayern – davon profitieren. Diese Ansicht vertritt Bernd Einmeier, Inhaber des Landshuter Unternehmens ThinkTank Networks, China-Experte und Bezirksvorstand des Liberalen Mittelstandes Niederbayern, anlässlich des chinesischen Neujahrs im Zeichen des „Feuer-Hahns“.

Voraussetzung für Markterfolg ist laut Einmeier eine passende Strategie des technologischen Mittelstandes für das Reich der Mitte. Dort gehören mittlerweile zweistellige Wachstumsraten der Vergangenheit an. Aktuell gehen die Berechnungen der Organisation for European Economic Cooperation (OEEC) von einem Wirtschaftswachstum von 6,4 Prozent für die Volkswirtschaft mit knapp 1,4 Milliarden Menschen aus. „Für niederbayerische Unternehmen bleibt immer noch ein unglaubliches Marktpotenzial, Produkte und Dienstleistungen in der Volksrepublik anzubienten“, so der China-Experte, der deutsch-chinesische Kooperationen schmiedet.

Niederbayerns, Bayerns und Deutschlands Wohlstand basiere auf den Exporten in die EU, USA und China. Trumps Devise „America first“ werde den produzierenden Mittelstand in Niederbayern treffen, ist sich Einmeier sicher: „Nationalismus und Protektionismus gefährdet mittel- und langfristig Arbeitsplätze in den USA und Niederbayern.“





Die Exportrisiken in die USA können laut Einmeier von Chinas Wachstum aufgefangen werden. Die chinesische Zentralregierung habe spezielle Regierungsprogramme wie „Made in China 2025“ oder „One belt one road“ aufgelegt, um die guten Beziehung mit Europa und im speziellen mit Deutschland weiter voranzutreiben. Dagegen laufe aktuell in den chinesischen Medien eine Kampagne gegen Donald Trump und somit gegen die USA. „Das Verhältnis zwischen China und den USA ist aktuell mehr als angespannt.“ Trumps Telefonat mit der taiwanesischen Präsidentin Tsai Ing-wen gelte als reine Provokation gegenüber China. Der Wirtschaftsexperte nennt das Gespräch als das vielleicht teuerste Telefonat der Geschichte. Den Preis eines potenziellen Wirtschaftskriegs würden Amerikaner und Chinesen bezahlen. „Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte“, heißt es, dies gelte auch für Europa und natürlich Niederbayern.

(Im Bild: Fördern die niederbayerisch-chinesische Wirtschaftsbeziehung: Der Landshuter Unternehmer Bernd Einmeier, ThinkTank Networks, im Gespräch mit  Xu Qin, dem Bürgermeister der Millionen-Metropole Shenzhen – Foto: ThinkTank Networks)

 

Kategorien: Aktuell, Politik

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