„Den Helfern helfen“: CSU-MdL Helmut Radlmeier im Gespräch mit Christiane Seifert, der neuen Ehrenamtskoordinatorin

„Den Helfern helfen“: CSU-MdL  Helmut Radlmeier im Gespräch mit Christiane Seifert, der neuen Ehrenamtskoordinatorin

Aktuelle Zahlen zeigen: Fast die Hälfte der Menschen in Bayern engagieren sich ehrenamtlich. „Das ehrenamtlicheEngagement ist der Kitt unserer Gesellschaft“, unterstrich CSU-MdL Helmut Radlmeier im Gespräch mit der neuen Ehrenamtskoordinatorin am Landratsamt, Christiane Seifert. Gemeinsam besprachen Seifert und Radlmeier, wie man die Ehrenamtlichen in der Region noch besser unterstützen könne.

Viele Menschen der Region seien ehrenamtlich engagiert und hoch motiviert, berichtete Christiane Seifert, die seit kurzem am Landratsamt als Ehrenamtskoordinatorin fungiert. Zu ihren ersten Erfahrungen, die sie im Landkreis gesammelt hat, gehört aber auch, dass manche, gerade im Bereich der Asyl- und Flüchtlingshilfe, auf Dauer an den Grenzen der eigenen Belastbarkeit stünden. In allen der rund 30 Helferkreise im Landkreis sei die körperliche, zeitliche und psychische Belastung der Helfer erkennbar. Deshalb müsste für Freiwillige immer die Devise gelten, dass man nur Hilfe zur Selbsthilfe gebe.

Dass das nicht immer einfach ist, zeigen Fälle, in denen Helfer, etwa in der Flüchtlingshilfe, emotionale Bindungen zu Asylbewerbern aufbauen. „Ehrenamtliche sind oft näher dran als Hauptamtliche. Letztere haben Sprechstunden, Ehrenamtliche sind oft Tag und Nacht erreichbar. Außerdem sind sie häufig auch räumlich näher und wohnen nur Meter von einer Unterkunft entfernt“, so Seifert. Deshalb seien nun sogenannte „Supervisionen“ geplant. Mithilfe dieser professionellen Beratung soll auch die klare Abgrenzung zwischen ehrenamtlicher Tätigkeit und Privatleben gestärkt werden. Um Ehrenamtliche zu entlasten, müsse eine gewisse Distanz gewahrt bleiben.





Im Gespräch diskutierten Seifert und Radlmeier auch Vorschläge zu einer Wohnungsbörse, wie sie das Landratsamt Passau im Internet betreibt, und zu einem Wohnungslotsen, der wie im Landkreis Dillingen Wohnungen vermittelt. Beides seien gute Maßnahmen, um Wohnungen an Bedürftige zu vermitteln, das spezielle Problem in der Region sei allerdings, entsprechende Angebote zu finden, waren sich Seifert und Radlmeier einig. Der Wohnungsmarkt sei in der ganzen Region angespannt. Eine Börse könne hier in manchen Fällen helfen, allerdings seien die Ansprechpartner vor Ort wichtiger.

Seifert setzt deshalb mehr auf die Schulung der Helfer mithilfe von Informations- und Qualifizierungsangeboten. Best-practice-Methoden sollen gesammelt und ausgetauscht werden. „In Gesprächen merkt man, dass sich die Freiwilligen in erster Linie professionelle Beratung von staatlicher Seite wünschen“, so Seifert. Diese Eindrücke decken sich mit den bayernweiten Zahlen: Der neue Freiwilligensurvey des Freistaats ergab, dass sich freiwillig Engagierte am häufigsten Information und Beratung wünschen, noch vor Punkten wie einer steuerlichen Absetzbarkeit oder der Anerkennung der Tätigkeit als Praktikum oder Weiterbildung. „Durch gezielte Beratung”,  fasste Radlmeier die Ergebnisse der Freiwilligenstudie zusammen, “können wir den Helfern helfen“.

 

Kategorien: Aktuell, Politik

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