Denkmal unwiderruflich zerstört? Grüne sehen bei der Karlschwaige “dringenden Klärungsbedarf”

Der Karlschwaige am Siebenbrückenweg drohe der Verlust der Denkmaleigenschaft. Das Landesamt für Denkmalpflege habe laut Zeitungsbericht eine Überprüfung angekündigt, da im Zuge von Sanierungsmaßnahmen Baustruktur und Aussehen des Gebäudes stark verändert worden seien, so die Stadtratsfraktion der Grünen in einer Pressemitteilung.

„Da bin ich jetzt doch sehr verwundert”, erklärt Stadträtin Hedwig Borgmann. „Mir gegenüber hat die Stadt mehrfach betont, dass die Sanierung der Karlschwaige im Einklang mit dem Denkmalschutz geschehe.” Im Hinblick auf die ursprünglich geplante Nutzung als Mutter-Kind-Heim und Betreuungseinrichtung seien allerdings einige Veränderungen notwendig gewesen, die aber im Ermessenspielraum liegen. Die soziale Nutzung wurde in der Baugenehmigung aber nicht festgeschrieben.

Die von der Stadt genannten Änderungen seien indes nicht deckungsgleich mit den von Architekt Karl Sperk bemängelten Eingriffen in die Baustruktur und das Aussehen des Gebäudes. So sei etwa das Entfernen des ursprünglichen Dachstuhls nie thematisiert worden. „Der Verdacht liegt nahe, dass hier ein Denkmal unwiderruflich zerstört wurde”, erklärt Borgmann. „Für mich besteht dringender Klärungsbedarf, wer für diesen Verlust verantwortlich ist.” In einem Berichtsantrag fordert die Stadträtin deshalb umfassende Aufklärung über alle Vorgänge rund um die Sanierung der Karlschwaige.





Kategorien: Aktuell, Politik

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