Der unendliche Tanz um die eigene Mitte: “Wonderful world, perfect people” im kleinen Theater, inszeniert von Sven Grunert

“Wonderful world, perfect people” von Udo Jolly hat am morgigen Freitag, 26. Mai, 20 Uhr, Premiere im kleinen Theater. Am Regiepult sitzt Sven Grunert, auf der Bühne stehen Maja Elsenhans und Christian Mark.

Wieder einmal wird das Foyer des kleinen Theaters zu einem Spielraum, in dem sich Mann und Frau, in diesem Fall Elsenhans und Mark, gegenüberstehen und sich mit ihrem Leben und ihren Alltagsproblemchen konfrontiert sehen. Die Zeit tickt, der Drang immer mehr zu wollen, nie zufrieden zu sein, wird immer stärker. Fragen kommen auf, die nicht einfach schnell wieder abgeschüttelt werden können. Ein unendlicher Tanz um die eigene Mitte beginnt.

In Jollys Zwei-Personen-Stück treffen ein Mann und eine Frau in einer Welt der ewigen Glücksuche und ständigen Selbstoptimierung aufeinander. Besser. schöner. erfolgreicher. Beide wollen mehr aus sich und ihrem Leben machen. Lösungen für das Leben müssen her. Durch ihre Begegnung – Zufall oder Vorsehung – wird der andere zur Projektionsfläche der eigenen Sehnsucht. Da fragt sie sich: „Ich mache ständig neue Sachen.“ Und er: „Ich will endlich ankommen – aber wo denn eigentlich?“ Ein Widerspruch, der im boulevardesken Wortgewitter ausgetragen wird. Findet man das Glück in der Technik oder beim Tanzen? Im Ashram oder im Park um die Ecke? In Mantras oder im Rausch? Im Anderen oder doch eher im Fitnessstudio?





Das Stück des Hamburger Theatermanns Udo Jolly garantiert einen schrillen und skurrilen Abend mit vielen Heilsversprechungen. Im Labyrinth der Selbstsuche finden wir unzählige Lösungsvorschläge, aber keiner passt zum Problem.

(Weitere Vorstellungen: Samstag, 27. Mai, 20 Uhr; Samstag, 10. Juni, 20 Uhr)

 

Kategorien: Aktuell, Kultur

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