Diese Personalie sorgt für Raunen im Rathaus: OB Alexander Putz befördert Gerhard Anger zum neuen Vize im Baureferat

Diese Personalie sorgt für Raunen im Rathaus: OB Alexander Putz befördert Gerhard Anger zum neuen Vize im Baureferat

Eine Personalie sorgt für Raunen im Landshuter Rathaus. Mit der zweiten Verfügung des neuen Jahres – und damit seiner Amtszeit – hat Oberbürgermeister Alexander Putz im Baureferat einen neuen Vize-Chef installiert. „Herr Baudirektor Gerhard Anger, Leiter des Tiefbauamtes, wird mit sofortiger Wirkung zugleich zum stellvertretenden Leiter des Referates 5 ‚Bauwesen’ bestellt“ – mit dieser Anordnung hat der Neu-OB für Diskussionen in Verwaltung und Stadtrat gesorgt, und das gleich mit doppelter Fragestellung: Wie kam Anger (im Bild links) zu seiner formalen Beförderung? Bzw.: Was ist mit Roland Reisinger passiert, der als Leiter des Planungsamtes bis dato Stellvertreter von Baureferent Johannes Doll (rechts) war?

Zu Frage 2 hat der Flurfunk im Rathaus eine klare Meinung: Reisinger sei abgestraft worden, weil er immer mal wieder öffentlich eine andere Position bezogen habe als sein Vorgesetzter Doll – zuletzt am 23. Dezember im Bausenat, als es um das Supermarkt- und Wohnungsprojekt in der Inneren Münchner Straße ging. Es war nicht das erste Mal, dass sich das Spitzen-Duo des Baureferats vor Stadträten, Medien und sonstigen Zuhörern eine zwar sachlich orientierte, aber doch ziemlich erstaunliche Kontroverse lieferte. Wurde Reisinger deswegen degradiert?

Nach der Antwort, die OB Putz am Dienstagabend auf Gumola-Anfrage gab, darf man wohl von einem zeitlichen und kausalen Zusammenhang zwischen der besagten Sitzung und der Absetzung Reisingers sprechen. Interessant dabei: Nicht er selbst, so Putz, habe diese Entscheidung getroffen, sondern noch sein Vorgänger in den letzten Tagen seiner Amtszeit, wenngleich nicht im Alleingang. „Hans Rampf“, berichtet Putz, „hat das mit mir abgesprochen.“





Wobei auch er, so der seit 1. Januar amtierende Nachfolger, der Auffassung sei, dass man das Bild, das die Verwaltung in der fraglichen Sitzung nach außen abgegeben habe, „so nicht akzeptieren“ könne – und zwar unabhängig von den Argumenten, die für oder gegen das geplante Projekt in der Inneren Münchner Straße sprächen. Die Verwaltung müsse sich vor einer Sitzung intern entsprechend abstimmen, nicht ihre Meinungsverschiedenheiten in aller Öffentlichkeit austragen. Dieser Fall sei der berühmte Tropfen gewesen, der das Faß zum Überlaufen gebracht habe, so Putz; daraufhin sei Reisinger als stellvertretender Referatsleiter von Rampf abgesetzt worden.

Inzwischen habe er, betont der Neu-OB, mit Reisinger ein Gespräch geführt, um ihm zu versichern, dass sich an dessen „wichtigem Tätigkeitsbereich“ als Planungsamtschef nichts ändere. Die Beförderung von Tiefbauamtsleiter Gerhard Anger („Ich kenne ihn gut“) auf die vakante Stelle des Vize-Referenten bezeichnet Putz als „naheliegende Lösung“ und „einzig logische Entscheidung“.

Kategorien: Aktuell, Nachrichten

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