“Echte Alternative”: Vier Bürgermeister und MdL Florian Hölzl stellen Trasse für SuedOstLink im Landkreis Landshut vor

“Echte Alternative”: Vier Bürgermeister und MdL Florian Hölzl stellen Trasse für SuedOstLink im Landkreis Landshut vor

Auf Initiative von CSU-MdL Florian Hölzl haben die Bürgermeister der Gemeinden Bayerbach bei Ergoldsbach, Postau, Essenbach und Niederaichbach gemeinsame eine alternative Trassenvariante des SuedOstLinks im Landkreis Landshut erarbeitet. Ludwig Bindhammer, Johann Angstl, Dieter Neubauer, Josef Klaus und der Abgeordnete Hölzl (Bild) sehen in den gemeinsam ausgearbeiteten Überlegungen eine echte Alternative zu dem vom Netzbetreiber Tennet im März vorgeschlagenen Trassenverlauf. Die alternative Trassenführung, heißt es in einer Pressemitteilung, bringe wesentliche Vorteile mit sich: „Der Verlauf unserer alternativen Route orientiert sich zum einen an der bereits vorhandenen Infrastruktur und verläuft zudem nahezu geradlinig, wodurch deutlich weniger Fläche in Anspruch genommen werden muss als bei den von Tennet im März dieses Jahres vorgeschlagenen Trassen“, waren sich die vier Bürgermeister einig.

Die eingebrachte Alternativtrasse soll im Gemeindegebiet Bayerbach auf Höhe der Kreisstraße LA 28 zwischen Feuchten und Paindlkofen nach Süden schwenken und dann in Richtung Kreisstraße LA 10 laufen. Mit Querung der LA 10 soll die erdverkabelte Höchstspannungsleitung möglichst geradlinig entlang der Kreisstraße LA 10 verlaufen, dabei westlich an Postau vorbeiführen und sich in südliche Richtung bis zur A 92 erstrecken. Sodann soll die Trasse entlang der A 92 bis zur Querung mit der Kreisstraße LA 22 ihren Lauf nehmen. Schließlich fällt der Trassenkorridor nach Vorstellung der Politiker mit der Kreisstraße LA 22 zusammen und endet am favorisierten Konverterstandort am Kernkraftwerk Isar.

MdL Hölzl freute sich über die gemeinsame Positionierung der Rathaus-Chefs: „Jetzt gilt es, die Interessen unserer Gemeinden in München zu landespolitischen Forderungen des Freistaates Bayern gegenüber der Bundesnetzagentur zu machen. Der Netzausbau muss auch in unserer Heimat den Mindestanforderungen von Grundeigentümern, Flächenbewirtschaftern und Kommunalpolitikern entsprechen“, so der 31-jährige Landtagsabgeordnete. Hölzl stand diesbezüglich bereits vor einigen Tagen im Austausch mit Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz-Josef Pschierer, der der „Taskforce Netzausbau Bayern“ angehört.





„Zu den Aufgaben der Taskforce zählt auch die Unterstützung berechtigter kommunaler Belange im Zusammenhang mit dem Ausbau der Übertragungsnetze“, so der Abgeordnete, der im nächsten Schritt den seitens der Bürgermeisterriege bevorzugten Trassenverlauf in München bei Staatssekretär Pschierer präsentieren will. Ebenso will Hölzl die beiden weiteren Anregungen der Bürgermeister aufgreifen. So soll auf Ausweisung ökologischer Ausgleichsflächen für den Konverterstandort nach Möglichkeit verzichtet werden, um den bereits vorhandenen „Flächendruck“ in diesem Bereich nicht noch weiter zu verschärfen. Weiter soll eine etwaige Wechselstromtrasse zwischen dem Konverterstandort am Kernkraftwerk und dem Verteilerpunkt Altheim ebenfalls erdverkabelt werden.

Hölzl setzt darauf, dass sich der Freistaat die Grundsatzforderung der vier Bürgermeister, den SuedOstLink im Landkreisgebiet mit der LA 10, der A 92 und der LA 22 zu bündeln, zu eigen macht und dies gegenüber der Genehmigungsbehörde Bundesnetzagentur einfordert. „Im engen Schulterschluss zwischen Kommunal- und Landespolitik wollen wir uns bei der Taskforce Netzausbau im bayerischen Wirtschaftsministerium Gehör verschaffen und den Freistaat Bayern von der Bündelung des SuedOstLinks mit dem vorhandenen Straßennetz im Kreisgebiet überzeugen. Wir wollen, wenn es um die Geltendmachung unserer Interessen gegenüber der Bundesnetzagentur geht, den Freistaat Bayern an unserer Seite haben. Freilich ersetzt dieser politische Vorstoß nicht die detaillierte Auseinandersetzung mit dem Leitungsbau in den einzelnen Kommunalparlamenten anlässlich der förmlichen Beteiligungsverfahren”, waren sich die vier Bürgermeister und MdL Hölzl einig.

 

 

 

Kategorien: Aktuell, Politik

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