Einstimmig! Grünes Licht vom Stadtrat für den Abriss von zwei der drei Wagnergassen-Häuser

Einstimmig! Grünes Licht vom Stadtrat für den Abriss von zwei der drei Wagnergassen-Häuser

Da schau’ her: Einstimmig (!) hat der Stadtrat am Freitag grünes Licht gegeben für den Abriss der denkmalgeschützten Wagnergassen-Häuser 4 und 6 sowie des rückwärtigen Teils von Haus Nr. 2. Das Vordergebäude der Wagnergasse 2 soll erhalten bleiben. Mit dieser Kompromisslösung wurde ein politischer Streit beigelegt, der sich noch im Oktober 2016 darin manifestiert hatte, dass das Plenum den Abriss aller drei Häuser abgelehnt und den Eigentümer zu Sicherungsmaßnahmen aufgefordert hatte.

“Aufgrund der erheblichen Setzungen und der stark geschädigten Bausubstanz” bei den Häusern 4 und 6 sei selbst nach deren adäquater Sanierung davon auszugehen, dass “keine Denkmaleigenschaft” mehr vorliege. So schrieb es Baureferent Johannes Doll in die Sitzungsunterlagen, und dass mit Mathias Pfeil (Bild unten, re.) der Chef des Landesamtes für Denkmalpflege eigens nach Landshut gekommen war, um dieser Position ein kompetentes Gesicht zu geben, hat offenbar auch die Zweifler überzeugt. Pfeil sagte gar nicht viel (immerhin das: Wenn wie hier allein die Sicherungskosten bei rund 450.000 Euro lägen, dann “hört’s irgendwann auf”) – bekundete aber unmissverständlich seine Zustimmung zum Kompromiss: “Ich beglückwünsche Sie!”

Ein Bebauungsplan soll nach dem Abriss die gewünschte kleinteilige Neubebauung gewährleisten und eine “städtebaulich bedeutsame Neudefinition der Ecksituation Wagnergasse/ Zweibrückenstraße”. Der Gestaltungsbeirat, so OB Alexander Putz, werde “selbstverständlich” eingebunden.





Kategorien: Aktuell, Politik

Kommentare

  1. Wenn ich jetzt nur wüsste ...
    Wenn ich jetzt nur wüsste ... 11 Februar, 2017, 11:33

    … von welchem Filz du schreibst? Meinst du den grünen Filz, bei dem Lobbyisten des öko-industriellen Komplexes im Parteivorstand der Grünen eingefilzt sind oder eher den der NRW-SPD, der Innenminister, Polizeipräsidenten und Ministerpräsidentin so unentwirrbarbarisch ineinander verwickelt sind, dass man nichts gegen Nafris und/oder Terroristen unternehmen will?

    Oder kommen dir nur Dinge, die du inhaltlich nicht verstehst, “unentwirrbar ineinander verwickelt” vor?

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    • Hartmut
      Hartmut 12 Februar, 2017, 09:54

      Da der Artikel nichts mit den Grünen zu tun hat, oder der NRW-SPD und von dir weiter aufgeführten Punkten, sollte jedem klar sein, welchen Filz ich meine. In Landshut herrscht Goldgräber-Stimmung. Man kauft sich einfach eine (oder mehrere) denkmalgeschützte Immobilien, wartet 10-20 Jahre bis diese genügend verrottet sind und beantragt dann den Abriss derselbigen. Die Rechnung geht dann auf, wenn man genügend “Entscheider” in diese Langzeitinvestition mit einbindet.

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      • Dieter Nuhr hat schon recht:
        Dieter Nuhr hat schon recht: 12 Februar, 2017, 11:39

        Wenn man keine Ahnung hat …. einfach mal die Klappe halten.

        1. Hat der Eigentümer die Häuser bereits in diesem Zustand gekauft – von “verfallen lassen” kann daher keine Rede sein

        2. Lag vor einigen Jahren bereits eine Abbruchgenehmigung vor – dass man dann nichts mehr zum Substanzerhalt unternimmt, versteht jeder, der nicht glaubt, dass Geld auf Bäumen wächst

        3. Es sollte auch einfacheren Geistern einleuchten, dass Baukosten und Mieten nicht unabhängig voneinander sind. Und wenn bereits die Sicherung zum Betreten der Häuser um die 400.000 € kostet, ist der Traum vom “bezahlbaren Wohnraum schnell ausgeträumt.

        4. Wenn’s so einfach ist, wie du glaubst, frage ich mich, warum noch kein Abrissantrag von dir vorliegt?

        In diesem Sinne: Erst denken, dann posten. Kommt nicht so peinlich wie dumpfes Verschwörungsgeraune und nicht so strafbar wie üble Nachrede und Verleumdung.

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  2. Hartmut
    Hartmut 10 Februar, 2017, 23:20

    Alles Filz

    1. filzig werden; eine kaum lösbare Verbindung miteinander eingehen
    2. sich unentwirrbar ineinander verwickeln

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