Er mag den Fußball von Jürgen Klopp und liest Bücher von Bernhard Peters: Der neue Trainer Axel Kammerer soll den EVL wieder nach oben führen

Er mag den Fußball von Jürgen Klopp und liest Bücher von Bernhard Peters: Der neue Trainer Axel Kammerer soll den EVL wieder nach oben führen

Jetzt ist Axel Kammerer offiziell als neuer Trainer beim EV Landshut angekommen. Fünf Tage nach dem letzten Match der Oberliga-Finalserie seines alten Clubs Tölzer Löwen gegen die Tilburg Trappers stellte sich der neue Coach am Gutenbergweg auf einer Pressekonferenz den lokalen Medien vor. Bei einem der „ganz großen Traditionsclubs in Deutschland“ arbeiten zu können, sei eine „interessante Aufgabe, auf die ich selber schon gespannt bin“, sagte der 52-Jährige.

Kammerer (im Bild re.) sprach bei seinem Antrittsbesuch in Landshut von einer „ähnlichen Situation wie in Tölz vor zwei Jahren“. Damals hatte er die Löwen übernommen und formte sie in den letzten beiden Spielzeiten zu einem Oberliga-Top-Team – mehr noch: zum Meister der Süd-Staffel 2017 und sportlichen Aufsteiger in die DEL 2. Ähnliches hat der Erfolgscoach auch beim EVL im Visier und sendet diesbezüglich auf einer Wellenlänge mit Geschäftsführer Stefan Endraß, ohne dass dieser ihn unter Druck setzen würde: „Mittelfristig“, so der Manager, wolle man „auf einer gesunden wirtschaftlichen Basis“ zurück in die DEL 2 – „in zwei bis drei Jahren“. Sollte der Aufstieg früher klappen, betont Endraß (li.), „würden wir uns nicht wehren“.

Mit Stefan Reiter, der in der abgelaufenen Spielzeit 52 Scorerpunkte verbuchte, bringt Kammerer einen sehr torgefährlichen Oberliga-Stürmer aus Tölz nach Landshut mit; weitere Neuzugänge werden folgen – tendenziell allerdings nicht auf der Torhüter- Position. Talent Patrick Berger hat ohnehin einen Vertrag für 2017/18, und auch der Verbleib von Max Englbrecht ist ein Thema. Es sei möglich, deutete Kammerer an, dass der EVL mit beiden bisherigen Goalies in die neue Saison gehe.





Über seine Eishockey-Philosophie sagte der neue Trainer, sein Team solle „gut organisiert in allen Zonen“ sein – sprich: hinten stabil stehen, schnell umschalten und Torabschlüsse suchen. Sehr gut gefallen habe ihm – wohlgemerkt als Bayern-Fan – der Fußball, den Jürgen Klopp mit Dortmund habe spielen lassen.

Prägend für ihn, erzählte Axel Kammerer, seien die Ansichten von Bernhard Peters, dem ehemaligen Hockey-Nationaltrainer, DFB-Berater, Direktor der TSG Hoffenheim und Verfasser des Buchs „Führungs-Spiel: Menschen begeistern, Teams formen, Siegen lernen“. Natürlich brauche es im Sport Talent, Fitness und ein Spielsystem, um Erfolg zu haben. Fundamental wichtig sei aber auch eine Gewinner-Mentalität – und die will er in Zukunft den EVL-Cracks implementieren, damit die Fans am Gutenbergweg wieder bessere Zeiten erleben.

Kategorien: Aktuell, Sport

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