Ermittlungen zu Bayern Ei: Staatsanwaltschaft spricht von 86 Krankheitsfällen in Deutschland, 64 davon in Bayern

Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat – wie berichtet – Anklage gegen den ehemaligen Geschäftsführer der Firma Bayern Ei erhoben. Darin wird dem Angeschuldigten u.a. Körperverletzung mit Todesfolge und gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Demnach besteht der Verdacht, dass insgesamt 187 Personen an einer Salmonelleninfektion erkrankten, die auf den Verzehr von Eiern zurückzuführen ist, die aus Betriebsstätten der Firma Bayern Ei stammten. Eine Person in Österreich soll infolge der Erkrankung verstorben sein. Von den übrigen 186 Erkrankungsfällen sollen 95 in Österreich, 86 in Deutschland und 6 in Frankreich aufgetreten sein.

“Aufgrund des starken Medieninteresses” hat die Staatsanwaltschaft heute ergänzend mitgeteilt: Die Wohnsitze der 86 Personen, die in Deutschland erkrankt sein sollen, liegen in folgenden Bundesländern: Bayern: 64, Sachsen: 11, Hessen: 3, Baden-Württemberg: 2, Niedersachsen: 2, Schleswig-Holstein: 2, Brandenburg: 1, Thüringen: 1.

Wo die Infektion mit Salmonellen stattgefunden haben soll, ließ sich nur in 18 dieser Fälle ermitteln. Demnach soll dies in 13 Fällen in Bayern und in 5 Fällen in Sachsen gewesen sein. In den übrigen Fällen ist der Infektionsort nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft stützt ihren Tatverdacht insoweit auf den molekularbiologischen Vergleich zwischen den Humanisolaten der Patienten mit den bei der Firma Bayern Ei genommenen Proben sowie dem engen zeitlichen Zusammenhang des Auftretens der Infektionen. Die Staatsanwaltschaft fügt hinzu, dass die Information über die Verteilung der Erkrankungsfälle nach Wohnsitz-Bundesländern in der Anklageschrift nicht enthalten ist, weil sie für die Schuld- und Straffrage keine unmittelbare Bedeutung hat.





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