Erst 0:1, dann 5:2! EVL kämpft Regensburg im Derby vor 2.325 Fans nieder – für OB Putz der zweite Sieg im zweiten Spiel

Erst 0:1, dann 5:2! EVL kämpft Regensburg im Derby vor 2.325 Fans nieder – für OB Putz der zweite Sieg im zweiten Spiel

Derby-Sieg für den EVL! Vor 2.325 Zuschauern im Stadion am Gutenbergweg kämpfte das Team von Trainer Alex Serikow den EV Regensburg nach anfänglichen Schwierigkeiten am Ende verdient und überzeugend mit 5:2 (0:0, 2:1, 3:1) nieder. Landshut sei in der zweiten Hälfte des Spiels „spritziger, zweikampfstärker, besser“ gewesen, sagte EVR-Coach Doug Irwin. Kollege Serikow sah sich erneut bestätigt: „Wenn wir hart spielen und laufen, haben wir eine Chance zu gewinnen. So müssen wir weitermachen.“

Das 1. Drittel gehörte den Gästen aus der Oberpfalz – allerdings nur optisch. Der EVR agierte im Stile einer Heimmannschaft, hatte deutlich mehr Offensivaktionen, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Die tatsächlichen Hausherren gingen das Derby eher abwartend an und konnten sich über das torlose Remis nach 20 Minuten nicht beklagen. Goalie Patrick Berger hielt jeden Schuss und – falls nötig – auch jeden Rebound.

In der Pause gab’s das erste Erfolgserlebnis auf Landshuter Seite, wenngleich es kein sportliches war. Mitten auf der Eisfläche machte EVL-Fan Michael seiner Simone einen Heiratsantrag, und spätestens nachdem er vor ihr auf die Knie gegangen war, stand dem Ja nichts mehr im Wege. Die Landshuter Kufencracks mussten dagegen eingangs des zweiten Drittels einen Rückschlag verkraften. Bei angezeigter Strafe netzte Nikola Gajovsky zum 0:1 für Regensburg ein (24.).





Keine Minute später allerdings musste EVR-Keeper Cody Brenner raus, offensichtlich mit einer Kopfverletzung. Für ihn kam der 18-jährige Constantin Schönfelder, in der Torwart-Hierarchie der Oberpfälzer die Nr. 4, zu seiner Premiere – und schluckte bald sein erstes Gegentor. Marco Sedlar traf aus Nahdistanz zum 1:1 (30.), das war die Initialzündung für eine richtig starke Landshuter Phase, die in das verdiente 2:1 durch Leon Abstreiter mündete, der den Torwart-Debütanten frech düpierte (37.).

Der EVL übertrug Lauffreudigkeit und offensiven Mut ins letzte Drittel – und belohnte sich. Das 3:1 durch Kyle Doyle (46.) nach feiner Kombination und das 4:1 durch Max Hofbauer (48./Bild) nach einem todschicken Powerplay, das die Gäste an den Rand der Orientierungslosigkeit brachte, sorgten für maximale Ausgelassenheit auf den Stehrängen wie auch auf den Sitzplätzen, wo OB Alexander Putz ziemlich aus dem Sattel ging.

Der Oberbürgermeister, der fünf Tage zuvor beim 7:3 gegen Selb sein erstes EVL-Match gesehen hatte, jubelte über den nächsten starken Auftritt plus Heimsieg des Eislaufvereins und festigte bis auf weiteres seinen Ruf als Maskottchen, dem Regensburg nichts entgegenzusetzen hatte. Das 4:2 durch Christoph Frankenberg (55.) und das 5:2 durch Peter Abstreiter, der drei Sekunden vor Schluss die Scheibe ins leere Tor transportierte, hatten nur noch kosmetische Bedeutung.

(PS: Am nächsten Freitag daheim gegen die Tölzer Löwen hat der OB keine Zeit)

Kategorien: Aktuell, Sport

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