Erste Haushaltsrede von OB Putz mit klarer Ansage zum Wolfgangsbad: Wenn die Eltern “wirklich Lobbyarbeit für ihre Kinder” machen wollen, sollen sie gegen das Auftürmen neuer Schulden demonstrieren

Erste Haushaltsrede von OB Putz mit klarer Ansage zum Wolfgangsbad: Wenn die Eltern “wirklich Lobbyarbeit für ihre Kinder” machen wollen, sollen sie gegen das Auftürmen neuer Schulden demonstrieren

„Kein Werk der reinen Freude“ sei der städtische Etat 2017, „er löst nicht alle Probleme und kann keine endgültige Antwort auf die Herausforderungen beinhalten, vor der die Stadt Landshut in den kommenden Jahren steht“ – dies sagte OB Alexander Putz in seiner Rede, mit der er das Haushaltsplenum am Vormittag eröffnete (Bild oben).

Als zentrale Botschaft sandte der Oberbürgermeister ein Nein zu weiteren Schulden aus. Dass in der mittelfristigen Finanzplanung für die Jahre 2018 bis 2020 eine Nettoneuverschuldung von 31 Millionen Euro vorgesehen sei, „ist für mich unbefriedigend“, so Putz. Der OB brachte zudem eine andere Zahl ins Spiel: Die Summe der Zins- und Tilgungszahlungen betrage von 2017 bis 2020 fast 54 Millionen. „Unsere Handlungsfähigkeit“, resümierte Putz, „ist heute erheblich eingeschränkt, weil in ferner Vergangenheit ein Schuldenberg aufgehäuft wurde, der schwer auf unseren Schultern lastet.“

An dieser Stelle schlug Putz den Bogen zur Tagesaktualität. Dass vor Beginn des Haushaltsplenums mehrere Dutzend Kinder vor dem Rathaus für die 2,4 Millionen Euro teure Sanierung des Schwimmbads an der Wolfgangschule demonstrierten (Bild unten), kommentierte der OB wie folgt: „Bei allem Verständnis für das Engagement der Eltern: Wenn diese wirklich Lobbyarbeit für ihre Kinder machen wollen, dann sollten sie sich mit mindestens der gleichen Vehemenz gegen das Auftürmen neuer Schuldenberge aussprechen.“





Kategorien: Aktuell, Politik

Kommentare

  1. Elke Rümmelein
    Elke Rümmelein 24 Februar, 2017, 15:18

    Lobbyarbeit für unsere jüngsten beinhaltet neben Schuldenvermeidung auch Umweltschutz. Also KEINE Westtangente mit ihren Folgekosten und ihrer Sinnlosigkeit. Dafür Sanierung der Schulen. Wäre doch konsequent, Herr Oberbürgermeister?

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    • Konsequent wäre es, ...
      Konsequent wäre es, ... 27 Februar, 2017, 07:38

      … auf die Sanierung des Wolfgangsbads sowie auf einen Neubau des Hallenbades konsequent zu verzichten und statt dessen eine Busline zum Ergomar und im Sommer an die Gretlmühle einzurichten, damit auch die Eltern ihren Kindern das Schwimmen beibringen. Eine Buslinie ist viel billiger als ein Hallenbad, die Eltern könnten umweltbewußt ihre Kinder mit dem Bus ins Schwimmbad begleiten, sie könnten damit dem Stadtsäckel und der Umwelt einen großen Dienst erweisen und sie könnten die überlasteten Lehrer in der Schule sozial gerecht entlasten.

      Und dann könnte die Westtangente als eine Investition in die Infrasstruktur auch problemlos bezahlt werden. Die schafft nämlich eine gewaltige Entlastung der Umwelt, da bekanntermaßen die meisten Abgase im Stau entstehen und auch die vom Durchgangsverkehr geplagten Menschen in Landshut könnten wieder aufatmen. So einfach könnt’s sein, wenn nicht immer die Ideologie und Dogmen das Hirn unnötig belasten.

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  2. Thomas
    Thomas 24 Februar, 2017, 11:28

    Kompliment! Vielleicht doch endlich mal ein Ende der permanenten WünschDirWas Politik, bei der es egal ist, wo das Geld dafür herkommen soll

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    • Carmen
      Carmen 24 Februar, 2017, 14:37

      Sehe ich ganz genau so! Bei aller Liebe für den Schwimmunterricht, aber so kann es in La. einfach nicht weiter gehen…immer nur neue Schulden können doch wirklich nicht im Sinne der Bürger sein…

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