“Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, auch kein Oberbürgermeister” – Alexander Putz lässt in seinem ersten Bausenat einmal zu viel abstimmen

“Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, auch kein Oberbürgermeister” – Alexander Putz lässt in seinem ersten Bausenat einmal zu viel abstimmen

Die Feuertaufe für OB Alexander Putz als Sitzungsleiter im Bausenat war keine ganz einfache. Über drei Stunden dauerte allein der öffentliche Teil am Freitag, und es war durchaus das eine oder andere knackige Thema zu behandeln, allen voran der vom Staatlichen Bauamt arg flexibel interpretierte Bau der Flüchtlingsunterkunft auf dem Gelände der alten JVA (wir berichteten), der die Wellen hochschlagen ließ unter den Stadträten. Putz gab hier – wie auch bei anderen Fragen – ein schon sehr präzises Bild seines Selbstverständnisses als Ausschussvorsitzender: Er sagte nicht allzu viel – punktuell aber doch genug, damit jeder wusste, wie er tickt. Und er tat dies in der Wortwahl betont unaufgeregt, was jedenfalls beim JVA-Thema nicht selbstverständlich war.

Einen Fauxpas leistete sich der OB aber doch – einen kleinen, lässlichen. Nachdem er eine Eilverfügung (noch von Vorgänger Hans Rampf mit Datum 29. Dezember 2016) in Sachen Umbau des Leinberger-Gymnasiums bekanntgegeben hatte, bat er die Mitglieder des Bausenats um Zustimmung. Putz ging sogleich mit gutem Beispiel voran und hob in diesem Sinne die Hand, einige Stadträte folgten.

“Entschuldigung, Herr Oberbürgermeister, das ist nicht richtig”, wandte jedoch der alte Hase Manfred Hölzlein ein. Über eine Eilverfügung werde nicht abgestimmt, betonte der CSU-Stadtrat, da gebe es nur Kenntnisnahme. Putz nahm die Hand wieder runter und schmunzelte: “Es ist halt noch kein Meister vom Himmel gefallen, auch kein Oberbürgermeister.” Und in Anspielung auf die Ausschussmitglieder, die beflissen zugestimmt hatten/ hätten, fügte der OB grinsend hinzu: “Aber es haben einige mitgemacht!”





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