Exkursion nach Würgassen: Bürgermeister aus der Region haben sich vor Ort über den Rückbau eines Kernkraftwerks informiert

Eine Delegation von Bürgermeistern und Journalisten aus der Umgebung des Kernkraftwerks Isar (und des KKW Grafenrheinfeld) hat heute in einem strammen Tagesausflug (im Morgengrauen ging’s los und am späten Nachmittag schon wieder zurück) das Kernkraftwerk Würgassen (Nordrhein-Westfalen) besichtigt, um sich vor Ort ein Bild vom Stand der Stilllegung der Anlage zu machen.

Betreiber PreussenElektra hat laut Pressemeldung Kommunalpolitikern und Medienvertretern angeboten, “ein weit fortgeschrittenes Rückbauprojekt in Augenschein zu nehmen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie das Kernkraftwerk in ihrer Region in einigen Jahren aussehen könnte”. Weiterhin heißt es in der Mitteilung des Unternehmens: “Standortleiter Markus Wentzke verschaffte den Besuchern zu Beginn einen Überblick über die einzelnen abgeschlossenen Rückbauphasen, bevor es dann in die leergeräumten Kraftwerksgebäude ging. Der nukleare Rückbau des Kernkraftwerks Würgassen wurde im August 2014 erfolgreich abgeschlossen. Die Gebäude des ehemaligen Kontrollbereichs sind freigemessen und erfüllen die Voraussetzungen für den Abriss. In Summe wurden daraus 35.000 t an Systemen und Bauteilen demontiert und entsorgt.

Derzeit erfolgen die vorbereitenden Arbeiten für die Entlassung der Anlage aus der atomrechtlichen Überwachung. Aus dem Rückbau der Anlage sind ca. 7.400 t schwach- und mittelradioaktiver Abfall hervorgegangen. Diese lagern im separaten Zwischenlager auf dem Kraftwerksgelände und warten dort auf den Abtransport ins Bundesendlager Konrad bei Salzgitter. Sobald dies abgeschlossen ist, kann der konventionelle Abriss der Gebäude beginnen.”





 

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