FDP sieht Chancen für den ländlichen Raum – aber dessen Interessen “drohen immer öfter zum ideologischen Spielball zu werden”, so Landkreis-Chefin Nicole Bauer

FDP sieht Chancen für den ländlichen Raum – aber dessen Interessen “drohen immer öfter zum ideologischen Spielball zu werden”, so Landkreis-Chefin Nicole Bauer

Im Sinne eines selbstbestimmten, eigenverantwortlichen Lebens befasste sich der Kreisvorstand der FDP Landshut-Land damit, wie die Zukunft in Niederbayern gestaltet werden kann. Dabei liege ihnen vor allem der ländliche Raum sehr am Herzen, so die Liberalen.

„In Dörfern, Gemeinden und Städten auf dem Land leben mehr als die Hälfte der Einwohner unseres Landes. Leben auf dem Land ist für viele Menschen ein Stück Lebensqualität, fernab von großen Städten wie München“, so die Kreisvorsitzende und Bundestagskandidatin Nicole Bauer. Aufgrund des Wettbewerbs der Parteien um die Wahlkreise in Großstädten und Ballungsgebieten drohen die Interessen des ländlichen Raums immer öfter zum ideologischen Spielball zu werden: „Dies betrifft sowohl die zum Teil vernachlässigte Verkehrs- und Dateninfrastruktur, Fragen der örtlichen Kita-, Schul- und Gesundheitsversorgung als auch die Zukunft unserer Kulturlandschaften. Zu deren Erhaltung leistet die Land- und Forstwirtschaft ebenso wie Jagd und Fischerei einen wertvollen Beitrag.“

Nach einer lebhaften Diskussion waren sich die Landkreis-Liberalen einig, dass die ländlichen Regionen in Bayern und Deutschland insgesamt noch Potential haben. Damit ländliche Räume trotz des demografischen Wandels und der Urbanisierung in Zukunft attraktiv bleiben könnten, brauche man eine vernünftige Infrastruktur. Einerseits hinsichtlich Straßen-, Schienen- und Luftverkehr, andererseits brauche man auch flächendeckend einen leistungsfähigen Breitbandausbau am besten mit Glasfaser sowie ein geschlossenes, hochleistungsfähiges Mobilfunknetz.





Denn die Digitalisierung verändere alles. Ob Arbeit 4.0 oder Industrie 4.0 – Deutschland brauche ein digitales Update. Viele asiatische Länder wie Indien seien gerade im Bereich der Digitalisierung voraus, obwohl sie wirtschaftlich schwächer seien. „Eine große Chance sehe ich persönlich im Zuge der Digitalisierung auch in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Arbeit 4.0 bietet den Bürgern mehr Freiheit zur Selbstgestaltung ihrer persönlichen Bedürfnisse“, ergänzte Nicole Bauer.

Weiterhin brauche man langfristig eine flächendeckende Gesundheitsversorgung und Pflege, denn die Gesellschaft werde zunehmend älter. Ein Anfang könnte die Aufhebung von Zulassungssperren für Landärzte sein, um den Landarztmangel zu bekämpfen. Auch die Stärkung der ambulanten Pflegedienste wäre von Vorteil.

 

Kategorien: Aktuell, Politik

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