Florian Nagler begegnet Peter Lang: Landshut darf sich auf zwei Ausstellungen mit einem der derzeit spannendsten bayerischen Maler freuen

Florian Nagler begegnet Peter Lang: Landshut darf sich auf zwei Ausstellungen mit einem der derzeit spannendsten bayerischen Maler freuen

“Peter Lang. Landschaften” lautet der Titel einer Ausstellung im Kunstverein Landshut vom 3. bis 25. Juni; Vernissage ist am Freitag, 2. Juni, 19.30 Uhr. Der Künstler Peter Lang ist derzeit sicherlich einer der spannendsten Maler im bayerischen Raum. Seine Landschatssbilder sind mittlerweile ebenso wie seine Wohn- und Arbeitsräume weit über seine Heimat in Gleißenberg im Landkreis Cham hinaus bekannt und geschätzt. Wohnen, Arbeiten und die umgebende Natur sind für Peter Lang der Ausgangspunkt seiner Landschaftsmalerei. Das Zusammenspiel dieses Dreiklangs spielt für ihn eine große Rolle und bestimmt die Inhalte seiner Bilder.

Auf seinen Malreisen, die er in einem speziell für ihn vom Münchner Architekten Prof. Florian Nagler entwickelten Malcontainer unternimmt, ebenso wie in Gleißenberg. Dort lebt er zusammen mit seiner Familie in dem vielfach prämierten Gleißenberger Plastikhaus. Seit 2016 arbeitet er in seinem neuen Ateliergebäude, für das er und Florian Nagler bereits mit dem renommierten Deutschen Ziegelpreis ausgezeichnet wurden.

Für seine Landschaftsbilder, die er in den Galerieräumen des Landshuter Kunstvereins ausstellt, hat Peter Lang eine spezielle Technik weiterentwickelt, die es ihm ermöglicht, unmittelbar und „direkt im Geschehen“, Landschaften, Licht und Luft auf Leinwand zu bannen. Mit Hilfe von in Pigmente getauchten Schlagschnüren schafft er abstrakte
Landschaften, die auf den zweiten Blick sehr real werden.





Einen Tag nach der Vernissage im Kunstverein wird am Samstag, 3. Juni, um 19.30 Uhr in der Litvai Galerie für Fotografie (Altstadt 195a) Peter Litvais Ausstellung „Florian Nagler begegnet Peter Lang“ eröffnet. Litvais Bildkonzept macht die Symbiose von Naglers Architektur und Langs Kunst deutlich. Dabei stehen vordergründig zwar die Bauwerke im Mittelpunkt, klar wird jedoch, welchen hohen gestalterischen und funktionalen Wert die Bauten für die Arbeiten Langs haben. 

Im Kinoptikum am Nahensteig 189 wird zudem am Samstag, 3. Juni, um 18.30 Uhr bei freiem Eintritt ein Film über die Patagonien-Reise Langs gezeigt. Mit seinem zum mobilen Atelier und Wohnraum umgebauten Frachtcontainer durchstreifte er Südamerika auf der Suche nach Motiven für seine Landschaftsbilder. Mitten in der Wildnis arbeitete Peter Lang ein halbes Jahr und schuf einen beeindruckenden Bilderzyklus, der in Teilen in Landshut im Kunstverein zu sehen ist. Langs nächste Malreise führt ihn ab Juni 2017 in die österreichische Gebirgslandschaft von Hinterstoder in die Pyhrn‐Priel-Region. Dort wird er bis zum Wintereinbruch 1.800 Meter über dem Meeresspiegel in seinem Container wohnen und arbeiten.

(Foto: Peter Litvai)

Kategorien: Aktuell, Kultur

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