Jeder kennt den Film, jetzt ist das Stück im Theaterzelt zu sehen: „Ziemlich beste Freunde“ mit Olaf Schürmann und Reinhard Peer

Jeder kennt den Film, jetzt ist das Stück im Theaterzelt zu sehen: „Ziemlich beste Freunde“ mit Olaf Schürmann und Reinhard Peer

Was haben ein ehemaliger junger Häftling und ein querschnittsgelähmter Milliardär gemeinsam? Auf den ersten Blick gar nichts. Und trotzdem gehört die auf wahren Begebenheiten basierende Geschichte des nach einem Paragliding-Unfall vom Hals abwärts gelähmten Philippe Pozzo di Borgo und seines Pflegers Abdel Yasmin Sellou zu den bewegendsten, die das Kino in den letzten Jahren zu bieten hatte. Unter dem Titel „Ziemlich beste Freunde“ brach der Film Rekorde – nicht nur in seinem Herkunftsland Frankreich, sondern weltweit. Nun ist das Stück im Landshuter Theaterzelt zu sehen: Nächster Termin ist am Samstag, 20. Mai, 19.30 Uhr; Uwe Bautz führt Regie, in den Hauptrollen: Olaf Schürmann und Reinhard Peer (Bild).

Der Vorstadtganove Driss kommt gerade aus dem Gefängnis, als ihn die Arbeitsagentur zu einem Vorstellungsgespräch als Pfleger für den vom Hals abwärts gelähmten Philippe schickt. Driss ist alles andere als begeistert und erklärt seinem potentiellen Arbeitgeber das auch ohne Umschweife. Er will nicht für einen Krüppel Händchen halten. Umso erstaunter ist er, als ihm Philippe die Stelle anbietet. Der hat die Nase voll von politisch korrekten, einfühlsamen examinierten Pflegekräften. Er will leben. Und es stellt sich schnell heraus, dass das Leben mit Driss zwar bisweilen etwas chaotisch, aber auf jeden Fall immer aufregend ist. Aus den zwei ungleichen Männern, dem Einwanderer aus dem Sozialsilo und dem reichen Adeligen, werden mit der Zeit und nach vielen Höhen und Tiefen „ziemlich beste Freunde“, die vor allem eines gelernt haben: man muss das Leben genießen, egal, in welcher Form.

Éric Toledanos und Olivier Nakaches Erfolgsfilm erzählt die Geschichte des ungleichen Paares, das sich 1993 kennengelernt hat und seitdem befreundet ist, auch wenn sich ihre Wege inzwischen getrennt haben. Die ziemlich beste Freundschaft verhalf beiden Männern zu einem neuen Leben: der ehemalige Pfleger ist inzwischen erfolgreicher Unternehmer in seiner Heimat Algerien. Der schwerreiche Patient konnte seine schwere Depression überwinden und lebt inzwischen in zweiter Ehe mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern in Marokko.   (Foto: Peter Litvai/ Landestheater Niederbayern)





 

Kategorien: Aktuell, Kultur

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