Glyphosat für weitere 10 Jahre? Grünen-Chefin Sigi Hagl spricht von “Kniefall” vor Agrarkonzern und “ungeheurer Missachtung” der Bürgerinitiative mit 744.000 Unterschriften

Glyphosat für weitere 10 Jahre? Grünen-Chefin Sigi Hagl spricht von “Kniefall” vor Agrarkonzern und “ungeheurer Missachtung” der Bürgerinitiative mit 744.000 Unterschriften

Der Europarat berät derzeit über einen Vorschlag der EU-Kommission, das umstrittene Pflanzengift Glyphosat für weitere zehn Jahre zu genehmigen. Dazu erklärt Sigi Hagl (Bild) aus Landshut, die Landesvorsitzende der Grünen in Bayern:

“Wir Grüne fordern eine klare Absage von CSU-Landwirtschaftsminister Schmidt und der Bundesregierung an den Vorschlag der Kommission. Alles andere ist ein Kniefall vor dem Agrarkonzern Monsanto auf Kosten unserer Gesundheit, dem Schutz der Natur und der Artenvielfalt. Die Verlängerung von Glyphosat wäre außerdem eine ungeheure Missachtung des Bürgerwillens. Die überwältigende Mehrheit der Bürger spricht sich in Umfragen gegen Glyphosat aus. Die Europäische Bürgerinitiative ‘Stopp Glyphosat’ hat innerhalb kürzester Zeit bereits mehr als 744.000 Unterschriften gesammelt. Der Europäische Gesundheitskommissar stützt sich mit seinem Vorschlag auf ein fragwürdiges Gutachten, das Glyphosat in Reinform untersucht und damit nicht das Giftgemisch, das tatsächlich tonnenweise auf unseren Äckern landet.”

 





Kategorien: Aktuell, Politik

Kommentare

  1. Liebe Frau Steinberger,
    Liebe Frau Steinberger, 18 Mai, 2017, 07:05

    machen sie sich ganz locker: Europa hat insgesamt ca. 743 Millionen Einwohner.

    744.000 Unterschriften gegen Glyphosat sind ziemlich genau 1 Promille der Europäer. Daraus kann man sicher keine breite Bürgerbewegung konstruieren. Man kann eher daraus ablesen, dass es etwa einem Promille der Europäer nicht klar ist, wie stark die Schere aufgeht zwischen dem Bevölkerungswachstum und dem Angebot landwirtschaftlicher Flächen zur Nahrungsproduktion

    Insofern ist beruhigend, dass es zumindest 999 von 1.000 Menschen klar ist, dass die Nahrungsmittelerzeugung in der Steinzeit zwar ökologisch unbedenklicher war, dass man aber so 7,3 Mrd. Menschen auf der Erde leider nicht ernähren kann.

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    • Harald Dietl
      Harald Dietl 18 Mai, 2017, 17:30

      Lieber Herr Anonymus,

      sind sie nicht in der Lage, eine Umfrage von einer Unterschriftensammlung zu unterscheiden?

      In Umfragen äußert sich eine Mehrheit gegen Glyphosat, die Leute an einen Info-Stand bringen um eine Unterschrift abzugeben ist etwas anderes. Sie finden es beruhigend, dass 999 Promille der EU-Bürger ihrem Steinzeitvergleich zustimmen??? Einen besseren Witz hätte die Altneuhauser Feuerwehr auch nicht zustande gebracht.

      Alle Ackerflächen der Welt reichten aus, um zwölf Milliarden Menschen zu ernähren, und das auch noch ökologisch. Wenn nicht so viel Getreide als Tierfutter Verwendung finden würde oder zur Produktion von Bio-Sprit.

      Wenn die Agrarkonzerne wie Monsanto und andere so gute Arbeit leisten, warum hungern dann von heute 7,5 Milliarden weit über 100 Millionen Menschen? Monsanto ist ein amerikanischer Konzern der Rendite erwirtschaften will und nicht die Caritas, Ernährung ist nur Mittel zum Zweck.

      Was Monsanto am besten kann, ist Lobbyarbeit. Diese unterscheidet sich in Nichts von der Tabakindustrie.

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      • Grüne Lügen wie gewohnt ...
        Grüne Lügen wie gewohnt ... 19 Mai, 2017, 07:37

        … helfen nicht bei den Ernährungsproblemen dieser Welt. Die Ackerflächen reichen eben nicht einmal ansatzweise aus, um “ökologisch” 7,X Mrd. Menschen (Tendenz steigend!) zu ernähen. Aber Sorgen um die Ernährung macht sich der Durchschnittsgrüne ja ohnehin nur für seine drei Mahlzeiten täglich. Da kann man schon mal mit der Arroganz des Überflussmenschen Forderungen stellen.

        Aber wie du schon einmal geschrieben hast: Auf hohlen Köpfen ist gut trommeln. Dann trommle mal schön weiter mit deiner grünen Ignoranz – so wie ich die Grünen einschätze, müsste das ganz gut gehen. Trotzdem wird der Krach niemandem etwas helfen: Wenn 70 Landshuter etwas wollen (1 Promille der Bürger), dann können sie noch so laut plärren. Demokratie basiert auf Mehrheiten, nicht auf Lautstärke. Vielleicht können die Grünen das einmal akzeptieren?

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        • Harald Dietl
          Harald Dietl 20 Mai, 2017, 20:05

          Ihre unheilbare kognitive Dissonanz ist himmelschreiend. Sie laufen deshalb mit Scheuklappen durch die Welt, so groß wie Elefantenohren.

          Mit ihrem Festhalten an der 1 Promille-Einschätzung beweisen sie ihren Betonkopf, verformbar ist er nicht, auch wenn er hohl ist. Selbstverzwergung betreiben sie damit, wenn sie meinen sie vertreten hier die letzte Wahrheit.

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          • Au weia, ...
            Au weia, ... 22 Mai, 2017, 07:25

            … wieder einmal einen Fachbegriff falsch gebraucht – wie damals bei den “Haushaltsreserven”. Aber ansonsten eine saubere Lautmeldung, wie man es von einem Grünen bei Widerspruch erwartet: Beileidigend, am Thema vorbei und voll selbstgerechter Überheblichkeit. Danke!

          • Harald Dietl
            Harald Dietl 22 Mai, 2017, 13:21

            Herrr Au Weia,
            wie kommen sie darauf, dass ich ein Grüner bin, zu den Grünen gehören soll? Ich stimme in einigen ihrer Kritikpunkte über die Grünen sogar überein. Ich verteidige auch nicht die Grünen. Mich stört auch nicht, wenn jemand die Grünen oder andere kritisiert. Was mich jedoch gewaltig stört, wenn jemand so ordinär agiert wie sie, feige aus der Anonymität heraus.

            Dass sie mich aufgrund meiner Kommentare als Grünen identifizieren wollen, ist wiederum Beispiel für einen Umdeutungsprozess, eine kognitive Dissonanz.

            Des Weiteren behaupten sie wiederholt, ich hätte von “Haushaltsreserven” geschrieben. Das habe ich NICHT. Nur ein einziges Mal schrieb ich von “Haushaltsresten”, und das ist etwas anderes. Ein weiteres Beispiel für ihre kognitive Dissonanz.

            Mit ihren permanenten Lügen machen sie sich zum Betrüger.

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