“grenzen/los“: Eröffnungsfest in der Rochuskapelle – danach bis 15. Juli Ausstellung mit den vielfältigen Kunstwerken der Kinder

“grenzen/los“: Eröffnungsfest in der Rochuskapelle – danach bis 15. Juli Ausstellung mit den vielfältigen Kunstwerken der Kinder

In Zeiten neuer Grenzen, Abgrenzungen und des sozialen Auseinanderdriftens der Gesellschaften initiierte das Haus International mit dem Künstler Markus Wimmer die 12. interkulturelle Kunstwerkstatt. Schulklassen und Kinder aus der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge beteiligten sich ein Schuljahr lang an einer kreativen Forschung zum Thema “grenzen/los”.

Am kommenden Donnerstag, 22. Juni, um 16 Uhr findet in der Rochuskapelle die festliche Eröffnung der Schlussausstellung mit den Kunstwerken der Kinder statt. Die Gäste erwartet eine Aufführung der 2a der Grundschule Karl-Heiß sowie ein Drum Circle unter der Leitung von Kim Azas sowie eine Führung durch die Ausstellung mit Markus Wimmer. Kunst und Kreativität kann soziale und kulturelle Grenzen überwinden. Sie schöpft aus einem großen Potential an Möglichkeiten und fordert für sich einen Raum der Freiheit. Diese Dynamik ist wichtig für eine menschliche Begegnung auf Augenhöhe – und ist bis zum 15. Juli  in der Rochuskapelle in einer Vielfalt und Vielzahl von Kunstwerken erlebbar.

Mit der 2. Klasse der Grundschule Karl Heiß begann diese Reise mit Obstkisten. Fragen, was der Inhalt war und wo die Kisten herkamen, eröffneten eine Landschaft, aus der eine Stadt gebaut wurde, die rhythmisch belebt wurde. Jede Situation hielten die engagierten Kinder in Zeichnungen fest. Jeder kleine Künstler wählte dabei eine eigene Perspektive und unverwechselbare Art, die Situation darzustellen. Nach dem Zerlegen der Obstkisten, was großen Spaß machte, wurden die Brettchen mit bunten Punkten bemalt. Der Untergrund löste sich förmlich in Farbvibrationen auf. Alle Bestanteile der Kisten wurden verarbeitet, aus den Nägeln und Klammern wurden Rasseln gebaut. Der zweite Teil des Projektes in der Karl-Heiß-Schule widmete sich der Aufgabe, aus ehemaligen Zaunlatten Skulpturen zu kreieren, die geschnitzt, bemalt oder mit kleinen Stoffpüppchen verziert wurden. Die Schnitzabfälle wurden für ein Feuer genutzt, in dem Kräuter ihren Duft im Rauch freisetzten – erneut “grenzen/los”.





Ein anderes Projekt steht unter dem Thema “Freunde werden”. Es vereint eine Gruppe von Kindern aus der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge und der BUND Naturschutzgruppe Landshut. Gemeinsam begibt sich die Schar in die Welt der Bienen. Mit viel Bewegungen, Exkursionen in der Natur und Zeichnen und Malen in der eigens dafür eingerichteten Kunstwerkstatt in der Gemeinschaftsunterkunft üben die Kinder vor allem auch ihr Sozialverhalten freundschaftlich zu entwickeln. Höhepunkt wird der Besuch eines Imkers sein. Anhand des Zusammenlebens der Bienen und ihres Dienst esfür die Menschen durch die Befruchtung der Obstbäume lernen die Kinder viel über eine friedliche und kooperative Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Ziel.

Die Ausstellung ist von 23. Juni bis 15. Juli, Montag bis Samstag von 14 bis 17 Uhr, zu sehen. Projektpartner waren in diesem Jahr der BUND Naturschutz, die Stadtbücherei Landshut, die Landshuter Umweltmesse und die Freie Kinder und Jugend Kunstakademie Landshut.  Mehr Infos gibt es unter Telefon 31947480 beim Haus International.

(Im Bild: Martha Prentner in der 2. Klasse der Grundschule Karl-Heiß mit Birgit Braun-Rehm)

Kategorien: Aktuell, Kultur

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