“grenzen/los”: Markus Wimmer und das Haus International gestalten die 12. interkulturelle Kunstwerkstatt

“grenzen/los”: Markus Wimmer und das Haus International gestalten die 12. interkulturelle Kunstwerkstatt

In Zeiten neuer Grenzen, Abgrenzungen und des sozialen Auseinanderdriftens der Gesellschaften initiiert das Haus international mit dem Künstler Markus Wimmer die 12. interkulturelle Kunstwerkstatt. Kindergärten, Horte und Schulen sind eingeladen, sich an einer kreativen Forschung zum Thema “grenzen/los” zu beteiligen. Kunst und Kreativität kann soziale und kulturelle Grenzen überwinden. Sie schöpft aus einem großen Potential an Möglichkeiten und fordert für sich einen Raum der Freiheit. Diese Dynamik ist wichtig für eine menschliche Begegnung auf Augenhöhe.

Mit der 2. Klasse der Grundschule Karl Heiß begann diese Reise mit Obstkisten. Fragen, was der Inhalt war und wo die Kisten herkamen, eröffneten eine Landschaft, aus der eine Stadt gebaut wurde, die rhythmisch belebt wurde. Jede Situation hielten die engagierten Kinder in Zeichnungen fest. Jeder kleine Künstler wählte dabei eine eigene Perspektive und eine eigen unverwechselbare Art die Situation darzustellen. Nach dem Zerlegen der Obstkisten, was großen Spaß machte, wurden die Brettchen mit bunten Punkten bemalt. Der Untergrund löste sich förmlich in Farbvibrationen auf. Alle Bestandteile der Kisten wurden verarbeitet, aus den Nägeln und Klammern wurden Rasseln gebaut. Der zweite Teil des Projekts in der Karl-Heiß-Schule widmete sich der Aufgabe, aus ehemaligen Zaunlatten Skulpturen zu kreieren, die geschnitzt, bemalt oder mit kleinen Stoffpüppchen verziert wurden.

Ein anderes Projekt steht unter dem Thema “Freunde werden”. Es vereint eine Gruppe von Kindern aus der Asylunterkunft und des Bund Naturschutz. Gemeinsam begibt sich die Schar in die Welt der Bienen. Mit viel Bewegungen, Exkursionen in der Natur und Zeichnen und Malen in der eigens dafür eingerichteten Kunstwerkstatt in der Gemeinschaftsunterkunft üben die Kinder vor allem auch ihr Sozialverhalten freundschaftlich zu entwickeln. Höhepunkt wird der Besuch eines Imkers sein. Anhand des Zusammenlebens der Bienen und ihrem Dienst für die Menschen durch die Befruchtung der Obstbäume lernen die Kinder viel über eine friedliche und kooperative Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Ziel.





Eine Auswahl der entstanden Kunstwerke sowie Aufführungen der beteiligten Projektgruppen wird am Donnerstag, 22. Juni, um 16 Uhr in der Rochuskapelle zu sehen und zu erleben sein. Interessierte wenden sich an Markus Wimmer, Telefon 25472 oder 0172/ 8051331.

(Bild: Martha Prentner in der 2. Klasse der GS Karl-Heiß mit Birgit Braun-Rehm)

Kategorien: Aktuell, Kultur

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