Rosi Steinberger sammelt Unterschriften gegen Glyphosat

Am kommenden Freitag, 7. April, sammelt Grünen-MdL Rosi Steinberger Unterschriften für die Europäische Bürgerinitiative, die ein europaweites Verbot von glyphosathaltigen Pflanzengiften und eine Überarbeitung des Genehmigungsverfahrens für Pestizide fordert. In der Zeit von 9 bis 13 Uhr haben die Bürger die Gelegenheit, am Stand vor dem Landshuter Rathaus zu unterschreiben. Glyphosat, das unter dem Markennamen Roundup verkauft werde, sei das weltweit am häufigsten eingesetzte Pflanzengift, so Steinberger in einer Pressemitteilung. Kritische Studien belegten gravierende gesundheitliche Risiken.  Es stehe im Verdacht, nicht nur keimschädigend, sondern auch krebserregend zu sein.

Die Krebsgefahr sei nicht das einzige Argument gegen das Pflanzengift. Das Totalherbizid bedrohe die Artenvielfalt, es vernichte die Nahrungspflanzen von Schmetterlingen, Bienen und Vögeln, es zerstöre die Lebensräume von wichtigen Nützlingen auf Äckern, Wiesen, Wegen und Plätzen. Bäche und Flüsse seien von den schädlichen Auswirkungen betroffen.

Steinberger ist überzeugt: „Die europäischen Bürgerinnen und Bürger wollen das Pflanzenschutzmittel nicht. Ich hoffe, dass die Europäische Kommission auf die Stimmen der Bürger*innen Europas hört und das Gift nicht weiter zulässt.  Hier muss das Vorsorgeprinzip greifen“.





Kategorien: Aktuell, Politik

Kommentare

  1. Dihydrogenmonoxid (DHMO) ...
    Dihydrogenmonoxid (DHMO) ... 7 April, 2017, 10:16

    … ist eine farblose und geruchlose Chemikalie, manchmal auch bezeichnet als Dihydrogen Oxid, Hydrogen Hydroxid, Hydronium Hydroxid oder einfach Hydritsäure. Seine Basis ist das instabile Radikal Hydroxid, eine Komponente, die in vielen ätzenden, explosiven oder giftigen Stoffen vorkommt, wie z. B. Schwefelsäure, Nitroglizerin und Ethyl-Alkohol.

    Und ja, Sie sollten sich nicht nur wegen Glyphosat, sondern wegen des wesentlich häufiger eingesetzten DHMO große Sorgen machen! Obwohl die Bundesregierung und das Bundesgesundheitsamt Dihydrogenmonoxid nicht als giftig oder karzinogen einstufen (wie sie es bei Chlorwasserstoffsäure oder Sacharin tun), ist DHMO ein wesentlicher Bestandteil von vielen Giftstoffen, Krankheiten oder krankmachenden Stoffen, Umweltkatastrophen und kann sogar in kleinsten Mengen für Menschen gefährlich werden.

    Forschungen des preisgekrönten US-amerikanischen Forschers Nathan Zohner ergaben, dass rund 86 Prozent der Bevölkerung für ein Verbot von Dihydrogenmonoxid stimmen. Obwohl seine Ergebnisse noch vorläufig sind, glaubt Zohner, dass die Menschen wesentlich mehr Aufmerksamkeit darauf verwenden müssen, welche Informationen sie über Dihydrogenmonoxid bekommen. Er fügt hinzu, dass Studien wie diese überflüssig wären, wenn mehr Menschen die Wahrheit über DHMO kennen würden.

    Eine ähnliche Studie der amerikanischen Forscher Patrick K. McCluskey und Matthew Kulick ergab, dass fast 90 Prozent der teilnehmenden Personen eine Petition unterschrieben, dass Dihydrogenmonoxid in den Vereinigten Staaten verboten werden sollte.

    Jedes Jahr ist Dihydrogenmonoxid ein bekannter Bestandteil in vielen tausend Todesfällen und ein Hauptmitwirkender bei Schäden an Eigentum und Umwelt in Milliardenhöhe! Einige der bekannten Gefahren von Dihydrogenmonoxid sind:
    • Tod durch zufällig Inhalation von DHMO, auch in geringen Dosen.
    • Längeres Ausetzen an festes DHMO verursacht Schäden an der Haut.
    • Exzessive Einnahme führt zu einer Reihe von unangenehmen, teilweise sogar lebens-bedrohlichen Nebenwirkungen, von häufiger Miktion über Polyurie bis hin zu tödlich verlaufenden Hyperhydration, deren erste Symptome Schwindel, Übelkeit und Erbrechen sind.
    • DHMO ist eine Hauptkomponente des “Sauren Regens”
    • DHMO trägt zur Bodenerosion bei
    • DHMO verursacht bei vielen Metallen sogar Oxidation und Korrosion
    • Eindringen von ungereinigtem DHMO in elektrische Systeme führt sehr oft zu Kurzschlüssen
    • Findet sich in Biopsien von Tumoren und Geschwüren
    • Wird oft mit Zyklonen und anderen verheerenden Wetterphänomenen in Verbindung gebracht
    • Es wird mittlerweile angenommen, dass der El Nino auch durch thermische Veränderungen im DHMO hervorgerufen wird

    Daher: Wir fordern ein sofortiges Verbot von DHMO. Das verlange ich von Politikern, egal welcher Partei, das schuldet der Staat seinen Bürgern.

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    • Harald Dietl
      Harald Dietl 7 April, 2017, 11:37

      Dass sie einen Witz amerikanischer Studenten aus dem Jahre 1989 über das Wasser (DHMO) zur Diskussion zu Glyphosat einbringen, zeigt, wessen Geistes Kind sie sind.

      “Je größer der Dachschaden, desto schöner der Ausblick zum Himmel.”
      Karlheinz Deschner

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      • Okay, der Witz ist alt ...
        Okay, der Witz ist alt ... 9 April, 2017, 16:58

        … und ist schon 1989 dokumentiert. Aber der Tatü-Tata-Alarmismus der Grünen ist deutlich älter: Der ist nämlich konstituierendes Merkmal der grünen Lügenpartei, mit einer alarmistischen Lügen – dem Waldsterben nämlich – haben sich die Grünen seinerzeit in den Bundestag gelogen. Insofern ist der Witz aktueller als das Gewinsel um eine angeblich gefährliche Chemikalie. Aber wer weiß, vielleicht besorgen die Grünen und ihre naive Gefolgschaft das Geschäft von Monsanto, oder glaubst du nicht, dass dieser Chemiegigant nicht schon längst über ein marktreifes Nachfolgeprodukt verfügt, das Glyphosat ersetzen kann und nur auf den publicitiywirksamen Startschuß wartet?

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  2. Harald Dietl
    Harald Dietl 5 April, 2017, 21:32

    In einem Zivilprozess in den USA muss gerade geklärt werden, was die Politik nicht schafft oder vielleicht nicht schaffen will: Hat Monsanto mögliche Risiken verschwiegen? Hat Monsanto heimlich Einfluss auf Behörden, Forscher und Studien genommen? 15 Verfahren mit 60 Klägern wurden zusammengefasst um dem Verdacht nachzugehen, ob das Produkt Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat möglicherweise eine krebserregende Wirkung hat.

    Es wundert nicht, dass viele Kläger aus der Landwirtschaft kommen, die an einer bösartigen Krankheit leiden oder Angehörige verloren haben.

    Die unterschiedliche Bewertung von Behörden liegt wohl darin begründet, dass lediglich Glyphosat als Wirkstoff beurteilt wird, nicht aber Roundup, welches mehrere Substanzen erhält. Hersteller müssen auch nur den Wirkstoff wissenschaftlich prüfen, nicht die Hilfsstoffe. So wurden zu Roundup keine Krebsstudien unternommen. Eines der Hilfsmittel ist Tallowamin, das in Europa mittlerweile verboten ist und ersetzt wurde.

    Eine ehemalige Toxikologin an der US-Umweltschutzbehörde beschuldigte den früheren Leiter der Pestizid-Abteilung, Schlussberichte zugunsten der Industrie geändert zu haben. Sie selbst listete 14 Punkte auf, die ihrer Meinung auf eine karzinogene Wirkung hinweisen.

    Ob nun Glyphosat von den verschiedenen Behörden richtig beurteilt wurde, soll ein Gericht klären. Das wird Jahre dauern. Es sind darüber hinaus hunderte ähnliche Verfahren in den USA anhängig. Werden wir je erfahren wie sich das Mischprodukt Roundup auf unsere Gesundheit auswirkt, wenn keine Studien dazu in Auftrag gegeben werden?

    Soviel zu einem Bericht aus der Süddeutschen Zeitung vom letzten Wochenende. Meine Meinung dazu ist: Ein derart umstrittenes Unkrautvernichtungsmittel, das in den menschlichen Körper gelangt, darf nicht zugelassen werden, bis die Unbedenklichkeit nachgewiesen wurde. Das verlange ich von Politikern, egal welcher Partei, das schuldet der Staat seinen Bürgern.

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