Gute Zahlen vom Arbeitsmarkt: Laut Agentur-Chef Sascha Zirra waren im April in der Region nur 2,9 Prozent ohne Job

Gute Zahlen vom Arbeitsmarkt: Laut Agentur-Chef Sascha Zirra waren im April in der Region nur 2,9 Prozent ohne Job

„Der Arbeitsmarkt im westlichen Niederbayern profitiert erheblich von der EU Osterweiterung. Ohne die Zuwanderung von Fachkräften könnten die Arbeitgeber ihren Arbeitskräftebedarf nicht decken. Die Beschäftigung wächst seit Jahren und die Nachfrage der Betriebe nach Fachkräften ist weiter ungebrochen. Aufgrund der guten Auftragslage der Betriebe erwarte ich auch in den kommenden Monaten einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit“ – mit diesen Worten kommentiert Sascha Zirra, Leiter der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen, die April-Zahlen des regionalen Arbeitsmarktes. Die Quote der Erwerbslosen ist gegenüber dem Vormonat um 0,3 auf 2,9 Prozent gesunken.

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist von März auf April um fast 800 auf knapp 7.300 gefallen. Dieser Rückgang fiel deutlich stärker aus als in den Vorjahren. Gegenüber April 2016 sind gut 1.000 weniger Menschen arbeitslos. Im April konnten 1.500 Arbeitslose durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ihre Arbeitslosigkeit beenden. Gleichzeitig haben sich über 1.000 Menschen bei der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen arbeitslos gemeldet, weil sie ihre Arbeit verloren haben. Rechnet man zu den Arbeitslosen noch die Menschen mit ein, die beispielsweise an einer Umschulung teilnehmen und allein deswegen nicht aktiv nach einer Arbeit suchen, waren im April 2017 rund 11.000 Menschen insgesamt in der Unterbeschäftigung.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist in der Region weiter sehr hoch. Im April waren 3.700 Arbeitsstellen bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 650 mehr als vor einem Jahr. Besonders gesucht waren Arbeitskräfte in den Berufsfeldern Produktion und Fertigung, Lager/ Logistik, Handel und bei medizinischen Gesundheitsberufen.





Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Region Landshut-Pfarrkirchen ist so hoch wie nie zuvor. Ende September 2016 waren fast 175.000 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Seit September 2010 ist die Zahl der Beschäftigten um 25.000 gestiegen.

Der Zuwachs der Beschäftigten fiel mit 13.000 Personen auf Ausländer, hauptsächlich aus EU-Mittel-Osteuropa (11.000). „Insbesondere angewachsen ist die Beschäftigung von Facharbeitern, Akademikern und zugewanderten Menschen“, so Zirra. Über ein Drittel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind derzeit in der Region im verarbeitenden Gewerbe, 12 Prozent im Handel und 11 Prozent im Gesundheits- und Sozialwesen beschäftigt. In den letzten sechs Jahren ist die Beschäftigung insbesondere im verarbeitenden Gewerbe (+ 2.100), im Bereich Lager/ Logistik (+ 1.600) und im Baugewerbe (+ 1.600) angewachsen.

Was den regionalen Aspekt betrifft: In der Stadt Landshut ging die Quote der Erwerbslosen im April um 0,2 auf 4,4 Prozent zurück. Im Landkreis Landshut liegt sie nach einem Rückgang von 0,3 Prozent jetzt sogar auf vollbeschäftigungsverdächtigen 2,4 Prozent. Innerhalb eines Jahres stieg die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Landshut um 560 auf 37.500 und im Landkreis um 1.800 auf 47.900.

Kategorien: Aktuell, Nachrichten

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