“Helden des Alltags”: OB Putz schwärmt bei der Jahres-PK von der Landshuter Feuerwehr – und deutet an, dass er sich eine Auslagerung der ILS “theoretisch” vorstellen kann

“Helden des Alltags”: OB Putz schwärmt bei der Jahres-PK von der Landshuter Feuerwehr – und deutet an, dass er sich eine Auslagerung der ILS “theoretisch” vorstellen kann

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut blickte heute bei ihrer Jahrespressekonferenz auf ein äußerst ereignisreiches und intensives Jahr 2016 zurück. Dieses war von erneut deutlich gestiegenen Einsatz- und Übungszahlen, der Wahl des neuen Stadtbrandrats Gerhard Nemela und der In-Dienst-Stellung eines neuen, einzigartigen Drehleiter- und eines Löschgruppenfahrzeuges geprägt. Erfreulich aus Sicht der Feuerwehr ist, dass trotz dieser hohen Arbeitsfrequenz alle Feuerwehrfrauen und –männer nach Einsätzen und Übungen stets gesund nach Hause gekommen sind. Der Fuhrpark der Feuerwehr umfasst aktuell 40 Fahrzeuge und 12 Anhänger, die sich auf 8 Feuerwehrgerätehäuser in der Stadt Landshut verteilen.

Auch Oberbürgermeister Alexander Putz gab der Feuerwehr bei der Pressekonferenz die Ehre und nannte es „schwer beeindruckend“, wie sich hier „ehrenamtliche Tätigkeit mit hohem Professionalismus“ paare. Die Feuerwehrler seien „Helden des Alltags“, schwärmte Putz (im Bild li.).

Umgekehrt könnte sich der OB in den Augen der Floriansjünger wohl als „Held der (Rathaus-)Arbeit“ profilieren, wenn es ihm gelänge, die geplante Erweiterung der Integrierten Leitstelle (ILS) buchstäblich wegzuverhandeln – sprich: der ILS, die derzeit auf dem Feuerwehr-Gelände untergebracht ist, den Weg in eine Zukunft an anderer Stelle zu ebnen. Für eine solche Lösung seien allerdings reichlich komplizierte Gespräche auf der Basis ebensolcher Verträge mit dem einschlägigen Zweckverband erforderlich, so Putz auf Nachfrage. Eine Auslagerung der ILS (in eine Nachbargemeinde) sei gleichwohl unter bestimmten Voraussetzungen „theoretisch“ möglich, deutete der OB vorsichtig an.





CSU-Fraktionschef Rudolf Schnur, zugleich Feuerwehr-Verwaltungsbeirat, äußerte sich deutlicher. Die „Zwangsehe“ zwischen FFW und ILS auf dem Areal an der Niedermayerstraße müsse beendet werden; „beide sind zu wichtig“ für räumliche Kompromisse. Schnur hat für die morgige Sitzung des Plenums einen Dringlichkeitsantrag eingereicht, um das Thema ILS zurückzustellen, damit die Stadt in „grundlegende und ergebnisoffene Verhandlungen“ mit dem Zweckverband treten könne. Mit diesem Mandat könnte OB Putz dann eine zukunftsfähige Lösung herbeiführen.

Die stetige Steigerung der Einsatzzahlen habe sich auch 2016 weiter fortgesetzt, berichtete Stadtbrandrat Nemela (re.). Mit 1.162 Einsätzen ist die Gesamtzahl gegenüber dem vorangegangenen Jahr (2015: 1012) nochmals um fast 15% gestiegen. Im einzelnen musste die Feuerwehr im abgelaufenen Jahr 202 Brandeinsätze (Vorjahr: 170; plus 19%), 322 Fehlalarme (Vorjahr 245; plus 31%) und 638 technische Hilfeleistungen (Vorjahr 577; plus 11%) abarbeiten. Hinzukommen weitere 39, so genannte sonstige Tätigkeiten. Dazu zählen zum Beispiel die Brandschutzerziehung in Schulen und Kindergärten sowie die Verkehrsabsicherungen bei Veranstaltungen. Insgesamt entsprechen diese Zahlen rein statistisch 3,2 Einsätzen pro Tag.

Auch das Jahr 2017 hält für die Feuerwehr Landshut wieder eine breite Palette an Herausforderungen bereit. Zu nennen sind hier in erster Linie die weitere Modernisierung des Fahrzeugparks sowie der stark in die Jahre gekommenen Feuerwachen. Für den sowohl aus Sicherheits- wie auch aus Platz- und Altersgründen notwendigen Neubau der Feuerwachen in der Wolfgangsiedlung und am Hofberg wurden zum Jahresende 2016 im Stadtrat noch die Weichen gestellt, so dass die Feuerwehr sehr optimistisch ist, dass der Löschzug Siedlung im Jahr 2019 in die neue Wache umziehen kann. Für den Löschzug Hofberg erhofft man sich einen Planungsbeginn 2017, um so zügig entweder noch parallel mit den Arbeiten an der Wache in der Wolfgangsiedlung oder zumindest kurze Zeit später mit dem Bau beginnen zu können.

 

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