“Ich kann das!” – Filiz Cetin, 40, aus Essenbach soll für die SPD 2017 in den Bundestag einziehen und will “mit einem neuen Politikstil” überzeugen

“Ich kann das!” – Filiz Cetin, 40, aus Essenbach soll für die SPD 2017 in den Bundestag einziehen und will “mit einem neuen Politikstil” überzeugen

Filiz Cetin aus Essenbach soll für die SPD in den Bundestag einziehen. Der Landshuter Kreisverband der Sozialdemokraten hat einstimmig beschlossen, die Kreis- und Gemeinderätin auf der Wahlkreiskonferenz im Herbst vorzuschlagen. “Wir sind davon überzeugt, dass sie die richtige Kandidatin für die Bundestagswahl 2017 ist”, waren sich die Mitglieder einig.

“Ich habe Filiz Cetin als engagierte Genossin kennengelernt, die eingreift, wenn andere Hilfe brauchen, die einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hat und die sich innerhalb der SPD in verschiedenen Gremien – von der Ortsvereinsebene bis zum Landesvorstand– kreativ und couragiert einbringt“, beschreibt die Kreisvorsitzende Ruth Müller die Kandidatin der Landkreis-SPD. „Wir wollen mit einer jungen, kompetenten Kandidatin, die für ein modernes und tolerantes Bayern steht, in die Bundestagswahl ziehen“, machte Sebastian Hutzenthaler als Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion deutlich.

Schon im Kommunalwahlkampf 2014 habe Cetin (vorne in der Bildmitte) gezeigt, dass sie Herausforderungen annehme und sich auch in komplexe Sachverhalte schnell einarbeiten könne. Für ihre große Akzeptanz in der Bevölkerung spreche, dass sie auf Anhieb sowohl in den Gemeinderat als auch in den Kreistag gewählt wurde. Im Landkreis Landshut ist Filiz Cetin im Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Regionalmanagement tätig und vertritt im Jugendhilfeausschuss auch die Interessen der jüngeren Generation des Landkreises Landshut.





Die 40-jährige Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen sagte, sie sei häufig gefragt worden, ob sie sich eine Kandidatur vorstellen könne. Nach reiflicher Überlegung sei sie zu der Entscheidung gekommen, „dass ich das kann”. „20 Jahre Berufserfahrung in einer großen Krankenkasse tragen dazu bei, dass ich die Nöte und Bedürfnisse der Menschen kenne und weiß, wo der Schuh drückt.“ Sie will mit einem neuen Politikstil überzeugen und dabei stets die Interessen aller Akteure im Blick behalten.

Besonders wichtig sei ihr, dass jedes Kind eine echte Chance auf Bildung und Teilhabe erhalten müsse, damit sozialer Aufstieg möglich wird. „Wir können es uns nicht leisten, Kinder zurückzulassen, nur weil sie in benachteiligten Verhältnissen aufwachsen“, so Cetin, die selbst Mutter eines 13-jährigen Sohnes ist. Eine gute und kostenfreie Betreuung von der Kita bis zur Schule seien hier die beste Präventionsarbeit für die nächsten Generationen.

„Filiz Cetin ist eine ausgesprochene Teamplayerin, die es versteht, Menschen zu überzeugen, mitzunehmen und für sich zu gewinnen“, lobte Bürgermeister Franz Göbl (Buch am Erlbach) seine Kreistagskollegin und zeigte sich überzeugt, dass sie eine hervorragende Vertreterin des Wahlkreises Landshut-Kelheim in Berlin sein werde. Die Unterstützung der Landkreis-SPD sei ihr gewiss – sowohl bei der Nominierungskonferenz am 15. Oktober in Rottenburg als auch dann in den spannenden Monaten des Wahlkampfes, versicherten Filiz Cetin die Mitglieder des Kreisvorstands der SPD im Landkreis Landshut.

Zur Person Filiz Cetin: geboren 1976 in Göppingen, (Baden-Württemberg); ein Sohn, 13 Jahre; 1996 Fachhochschulreife des Kaufmännischen Berufskollegs II in Göppingen;  1996 Beginn Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten; 2009 Abschluss zur Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen; seit 2014 Kreis- und Gemeinderätin aus Essenbach; seit 2015 Mitglied des Landesvorstands der BayernSPD.

Kategorien: Aktuell, Politik

Kommentare

  1. Manfred Grappner
    Manfred Grappner 20 März, 2017, 16:38

    Frau Cetin erkennt unsere Werte nicht an. Sie hat sich vehement gegen die Namensgebung “St. Josef Kindergarten” in Essenbach gewehrt. Aus “Dummheit” und political correctness haben dann auch viele Gemeinderatsmitglieder gegen diesen Namen gestimmt. Was soll man da noch sagen? Und eine solche Person soll in den Bundestag? Nein, Nein, Nein.

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    • Harald Dietl
      Harald Dietl 21 März, 2017, 08:25

      Herr Grappner, wenn sie von Werten sprechen, meinen sie wahrscheinlich christliche Werte, obwohl in Bayern eher ein Katholizismus praktiziert wird.

      „Wer zahlt, schafft an.“ Das ist ein häufig geäußerter Satz von Seehofer und seinen CSU-Granden. Die Kirchen übernehmen gerne die Trägerschaft von Kindergärten, übernehmen aber höchstens 20% der Kosten. Da die Einwohner von Essenbach nicht zu 80% Katholiken sind, ist die Entscheidung des Gemeinderates richtig. Alle anderen Religionsangehörigen finanzieren sonst eine Einrichtung mit, in der sie eine Minderheit sind.

      Wenn sie Gemeinderäten, die aus Vernunft eine Entscheidung getroffen haben, unterstellen, sie hätten „aus ´Dummheit´ gegen diesen Namen gestimmt“, entspricht ihr Verhalten dann noch christlichen Werten?

      Es ist egal, ob ein Kindergarten einen Heiligen als Namensgeber hat oder nicht. Die Lehrpläne für Kindergärten sind alle gleich, ob in kirchlicher oder kommunaler Trägerschaft, es werden überall dieselben Werte vermittelt. Wobei dies Aufgabe der Bundesländer ist.

      Der Dalai Lama sagt: „Ich denke an manchen Tagen, dass es besser wäre, wenn wir gar keine Religionen mehr hätten. Alle Religionen und alle Heiligen Schriften bergen ein Gewaltpotenzial in sich. Deshalb brauchen wir eine säkulare Ethik jenseits aller Religionen. In den Schulen ist Ethik-Unterricht wichtiger als Religionsunterricht. Warum? Weil zum Überleben der Menschheit das Bewusstsein des Gemeinsamen wichtiger ist als das ständige Hervorheben des Trennenden.“

      Und wer bezahlt den Religionsunterricht in Deutschland? Der Staat, also der Steuerzahler! In Bayern bezahlt der Staat (Steuerzahler) die Gehälter für die Bischöfe, die Priesterausbildung und noch viel mehr. Sie müssen also nicht befürchten, dass die Kirche zu kurz kommt.

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      • Harald Dietl
        Harald Dietl 21 März, 2017, 21:10

        Entschuldigung, in der Eile hat sich im zweiten Absatz ein Fehler eingeschlichen.

        Selbstverständlich richtet sich die Finanzierung eines Kindergartens nicht nach dem Namen. Bei einem KiGa in kirchlicher Trägerschaft kommen höchstens 20% von der Kirche, daneben zahlen die Eltern der Kinder noch Beiträge. Der große Batzen kommt als Zuschuss von den Kommunen und diesen finanzieren die Bürger, egal welcher Religionszugehörigkeit.

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  2. Manfred Grappner
    Manfred Grappner 20 März, 2017, 16:31

    Warum man gerade eine türkischstämmige Frau, die unsere Werte im Eigentlichen ablehnt, – sieh website – im Bundestag haben möchte, das ist für mich vollkommen unverständlich.

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