“Internationale Wochen gegen Rassismus”: Noch mehr Veranstalter setzen in diesem Jahr ab 21. März ein klares Zeichen für das bunte Landshut

“Internationale Wochen gegen Rassismus”: Noch mehr Veranstalter setzen in diesem Jahr ab 21. März ein klares Zeichen für das bunte Landshut

“Angesichts der Erstarkung nationalistischer und rechtspopulistischer Bewegungen” gelte es, “die Aktivitäten … zu intensivieren”, schreiben die nunmehr 20 Mitveranstalter (im Bild ein Teil von ihnen) in ihrer Pressemitteilung im Vorfeld der “Internationalen Wochen gegen Rassismus” in Landshut, die heuer vom 21. März bis 8. April stattfinden.

Zum Start in die Aktionswochen findet am Dienstag, 21. März, 19.30 Uhr, ein Vortrag in der Rochuskapelle von Serhat Karakayali unter dem Titel „Bunte Republik Deutschland“ statt. Er forscht an der Berliner Humboldt-Universität über Migration und bringt aktuelle Daten zur Bevölkerung mit. Zudem gibt er einen Überblick über Einwanderung und Vielfalt in Deutschland und Europa.

Die Journalistin und Moderatorin Anne Chebu gibt am Mittwoch, 22. März, 19 Uhr, eine „Anleitung zum Schwarz sein“ in der Rochuskapelle. Ihren Aufenthalt in Landshut verlängert sie bis Donnerstag, um an der Berufsschule I mit Schülern einen Workshop zum Thema zu gestalten. Am Donnerstag, 23. März, wird am Abend die Ausstellung „terra arMEnia“ mit einer Vernissage eröffnet. Der Fotograf Erol Gurian hat die Identität eines Volkes in Bildern eingefangen. Seine Ausstellung ist dann bis Ende April in der Rochuskapelle zu sehen.





Die DGB-Jugend und der Stadtjugendring Landshut haben Kathrin Glösel von der Universität Wien nach Landshut geholt. Sie referiert über „Wer und was ist die Neue Rechte?“ Dabei geht sie besonders auf die identitäre Bewegung ein, die gerade in Bayern Fuß fassen will. Diese Veranstaltung findet in der Aula des Gymnasium Seligenthal ab 18.30 Uhr statt. Wieder einmal ist Hamado Dipama vom Migrationsbeirat der Stadt München in der niederbayerischen Bezirkshauptstadt. Er hält am Montag, 27. März, 19 Uhr, den Praxisabend „Laut gegen Rassismus“ im Landshuter Netzwerk an der Bahnhofstraße ab. Dabei werden Reaktionen auf Stammtischparolen und der Umgang mit rassistischen Äußerungen thematisiert.

Das Kinoptikum zeigt am Dienstag, 28. März, ab 18.30 Uhr und am Mittwoch, 29. März, 21 Uhr, den Film „Hounted“. Die syrische Regisseurin Liwaa Yazji erzählt in ihrer Dokumentation vom Verlust von Heimat und darüber, was diese für Menschen bedeutet. Im kleinen Theater lesen am Mittwoch, 29. März, 19 Uhr, die Autorinnen Dagmar Leupold und Cornelia von Schelling aus der Anthologie „Die Hoffnung im Gepäck“. Am Freitagabend, 31. März, findet im Jugendzentrum PoschingerVilla ein „Antirassismus Konzert“ statt. Dabei treten die Bands „Guts Pie Earshot“ und „Last“ sowie die Landshuter Band „Mondstaubmaschine“ auf. Mit politischen PunkRoots und EmoPower geht’s ab 21 Uhr musikalisch gegen Rassismus.

Ein Höhepunkt wird das Konzert  „Syrischer Friedenschor“ am Samstag 1. April, 19 Uhr, in der Christuskirche. Junge Menschen singen arabische und deutsche Lieder für Frieden und Freiheit. Zur aktuellen Lage in Afghanistan spricht am Montag, 3. April, Markus Geisel vom Bayerischen Flüchtlingsrat in der Rochuskapelle. Dabei kommen auch Geflüchtete unter dem Titel „Afghanistan ist nicht sicher“ zu Wort. Für Jugendliche von 13 bis 18 Jahre bieten die Trainerinnen Christina Süß und Katrin Wiese eine Ausbildung für „Stammtischkämpfer/innen“ am Samstag, 8. April, im Haus International an. Zum Schluss der diesjährigen Wochen gegen Rassismus steht ein Rembetiko-Fest im Salzstadel auf dem Programm. Der „griechische Blues“ lädt zu Original-Tänzen und Kulinarischem ein (Samstag,  8. April, 19.30 Uhr).

Nähere Infos mit dem gesamten Programm gibt es online unter „www.landshut-interkulturell.de“ sowie auf den Plakaten und Flyern im Haus International.

Kategorien: Aktuell, Nachrichten

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