Krimi in Köpenick: Rote Raben gewinnen nach 0:2 noch mit 3:2 – im Playoff-Viertelfinale wartet jetzt Meister Dresden

Krimi in Köpenick: Rote Raben gewinnen nach 0:2 noch mit 3:2 – im Playoff-Viertelfinale wartet jetzt Meister Dresden

Mit einem Auswärtssieg haben die Roten Raben die Bundesliga-Hauptrunde beendet. Beim Köpenicker SC setzte sich das Team von Trainer Jonas Kronseder nach einem 0:2- Satzrückstand mit einer Energieleistung am Ende noch mit 3:2 (22:25, 15:25, 25:19, 25:13, 15:13) durch. Als Tabellensechster trifft Vilsbiburg nun im Playoff-Viertelfinale ab 18. März auf den Drittplatzierten – das ist der amtierende Deutsche Meister Dresdner SC. Beste Punktesammlerinnen in der Sporthalle an der Hämmerlingstraße waren bei den Raben Lena Stigrot und Keao Burdine (je 18), Sports&Travel-MVP wurde Naoko Hashimoto.

Den besseren Start erwischten die Gastgeberinnen, die drei ihrer letzten vier Spiele gewonnen hatten (u.a. 3:0 gegen Dresden) und dementsprechend selbstbewusst zu Werke gingen. Köpenick lag im 1. Satz durchgehend knapp vorne und holte sich diesen mit 25:22. Der 2. Durchgang ging mit 25:15 eindeutig an die Berlinerinnen, doch dann zeigten die Raben eine starke Reaktion.

Coach Jonas Kronseder nahm einen taktischen Tausch vor, er beorderte Keao Burdine anstelle von Srna Markovic auf die Diagonalposition und die Österreicherin dafür auf Außen, was sich positiv auswirkte. Jetzt konnten die Roten Raben ihr Spiel besser aufziehen, sie holten sich den 3. Satz nach spannendem Verlauf (8:7, 16:14) letztlich ungefährdet mit 25:19. Die Tendenz, dass Vilsbiburg seinen Rhythmus gefunden hatte und der KSC das Niveau aus den ersten beiden Sätzen nicht halten konnte, verstärkte sich im 4. Abschnitt eklatant: Über 8:3 und 16:7 schafften die Raben mit 25:13 souverän den 2:2-Satzausgleich und erzwangen so den Tiebreak.





Dieser war von Anfang bis Ende hart umkämpft, zu keinem Zeitpunkt konnte sich eine Mannschaft mit mehr als zwei Punkten absetzen. Beim Stand von 12:12 die Schlüsselszene: Barbara Wezorke, zum Aufschlag eingewechselt, schlägt ein As zum 13:12. Im nächsten Ballwechsel packen die Raben beim Block zu: 14:12. Und wenig später verwandeln sie den 2. Matchball zum 15:13. Mit diesem Ausgang war der Trainer zufrieden. „Das war sehr wichtig“, befand Jonas Kronseder schon mit Blickrichtung Playoffs, „dass wir zurückgekommen sind und dieses Spiel noch umgedreht haben.“

Auf die Tabellenposition der Roten Raben hatte der Auswärtserfolg keinen Einfluss mehr. Weil auch der Tabellenfünfte Wiesbaden zeitgleich sein Spiel in Erfurt mit 3:1 gewann, bleibt das Kronseder-Team Sechster und bekommt es somit im Playoff- Viertelfinale mit Meister Dresden zu tun, der am Abend 1:3 gegen Münster verlor und die Hauptrunde auf Rang 3 abschloss.

Das Viertelfinale, das nach dem Modus „Best of three“ ausgetragen wird, startet am Samstag, 18. März, in Dresden und wird am Mittwoch, 22. März, 19 Uhr, in Vilsbiburg fortgesetzt. Falls nötig, steigt am Samstag, 25. März, ein entscheidendes drittes Match, dann wieder mit Heimrecht für den DSC.

(Foto: Peter Pilsner)

Kategorien: Aktuell, Sport

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