“Kumhausen wird geopfert”: Grüne kritisieren Putz – und fordern Landrat Dreier auf, “nicht nur bei der Erfüllung der Wahlversprechen” des OB behilflich zu sein

“Kumhausen wird geopfert”: Grüne kritisieren Putz – und fordern Landrat Dreier auf, “nicht nur bei der Erfüllung der Wahlversprechen” des OB behilflich zu sein

“Mit der neuen Strategie, die sich der Landshuter OB Putz für die Umsetzung seiner Wahlversprechen ausgedacht hat, wird die Gemeinde Kumhausen vollends zum Opfer hochfliegender Straßenbauphantasien” – mit deutlichen Worten schaltet sich der Ortsverband der Grünen aus der Stadtrandgemeinde in die aktuelle Diskussion ein.

Die Sprecher Sepp Fleck und Frank Steinberger schreiben in einer Pressemitteilung, Putz wisse, dass die Westtangente in Landshut nur vermittelbar sei, wenn sie gleich nach der Isar “irgendwie nach Süden weitergeführt wird”. Dabei springe dem OB  jetzt Landrat Dreier bei, indem er eine “völlig neue Variante” der B15 neu befürworte, die bisher in keinem Raumordnungsverfahren geprüft werde. Dabei sollten beide Umgehungen in Kumhausen bei Niederkam in einem großen Kreuz an der B15 alt zusammengeführt werden. Die Kumhausener Grünen befürchten “die nachhaltige Zerstörung eines der schönsten Naherholungsgebiete im Süden Landshuts” und appellieren an den Landrat, “auch die Interessen der Landkreisbürger zu vertreten und nicht nur bei der Erfüllung der Wahlversprechen des Landshuter Oberbürgermeisters behilflich zu sein”.

(Im Bild: Blick von Kumhausen nach Niederkam entlang der B15 alt. Nach den neuen Plänen soll die B15 neu von links kommend entweder am oder durch den Wald mit der neuen Westtangente, etwa in Höhe der Pappelallee, nach Niederkam zusammengeführt werden)





Kategorien: Aktuell, Politik

Kommentare

  1. Ich dachte immer ...
    Ich dachte immer ... 19 Mai, 2017, 07:28

    dass die B15alt durch Kumhausen führt? Durch die Westtangente wird der Verkehr sehr massiv aus Landshut/Kumhausen von der Veldener/Rosenheimer Straße abgeführt – und zwar genau der Verkahr, der mit großen Lastwagen lärmintensiv den Durchgangsverkehr bildet. Ich erinnere an den schrecklichen Unfall mit einem LKW, der vor ein paar Jahren die Tankstelle an der Veldener Straße um Haaresbreite verfehlt hat und in ein Wohnhaus gekracht ist – gottlob ohne Personenschaden. Dass entlang der alten B15 tausende Menschen wohnen, die den täglichen Lärmterror aushalten müssen, ficht die Grünen nicht an, da schwadorniert man von “Natur” und “Naherholungsgebiet”.

    Mir kommt’s so vor, als ob die Grünen von der krachenden Niederlage ihres Herrn Gruber nix zur Popularität ihrer “Verkehrskonzepte” gelernt hätten und jetzt die Grünen in Kumhausen instrumentalisiert werden, ihre Fahrrad- und ÖPNV-Konzepte durch Blockade und Verhetzen gegen den Willen der Mehrheit durchzusetzen. Leider verschwindet durch Fahrradwege und Busse kein einziger LKW im Durchgangsverkehr. Aber wie toll es ist, mit solchen Pseudoalternativen veräppelt zu werden, dazu kann man ja gerne mal mit den Bürgern sprechen, die entlang der Rosenheimer Straße in Kumhausen wohnen.

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    • Frank Steinberger
      Frank Steinberger 19 Mai, 2017, 13:42

      Hallo Herr/Frau Anonymus,
      mir ist keinerlei Versuch einer “Instrumentalisierung” unseres Kumhauseners Ortsverbands durch Landshuter Grüne bekannt und ich müsste es wissen, denn ich bin Sprecher des Ortsverbands.

      Allerdings: “instrumentalisiert” wurden wir doch. Und zwar von vielen Kumhausener Bürgern, die uns ansprachen, weil sie ihren Unmut über die Preisgabe eines der schönsten Naherholungsgebiete im Landshuter Süden für ein Wahlversprechen des Landshuter OBs Ausdruck verleihen wollen.

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      • Ja nee, klar ...
        Ja nee, klar ... 20 Mai, 2017, 08:53

        … die Kumhausener Grünen lassen sich nicht von den Landshuter Grünen und dem gescheiterten OB Kandidaten Gruber instrumentalisieren, der Landrat Dreier aber schon vom amtierenden OB Putz. Für wie dumm haltet ihr eigentlich die Bürger? Und welche Antwort wollt Ihr auf solchen Dummfug – die gleiche Antwort wie in NRW?

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