Landshut wächst und wächst: Jetzt schon über 70.500 Einwohner

Landshut wächst weiter: Ende April zählte die Stadt 70.510 Einwohner – so viele wie noch nie zuvor. Seit dem Jahreswechsel legte die Bevölkerungszahl damit um 70 Männer und Frauen zu. Betrachtet man die vergangenen 12 Monate, beträgt das Plus 698 Personen oder 1 Prozent.

Der leichte Abwärtstrend der Wintermonate hat sich damit schon wieder umgekehrt: Im Januar und Februar war die Einwohnerzahl nämlich von 70.440 bis auf 70.284 gesunken. Im Januar lag das an relativ vielen Fortzügen, die in diesem Monat zu einem für die Stadt derzeit eher seltenen Wanderungsverlust führten. Im Februar waren dagegen ungewöhnlich viele Todesfälle zu beklagen (108).

Diese negative natürliche Bevölkerungsentwicklung ist auch in Landshut, wie im gesamten Bundesgebiet, aufgrund des demographischen Wandels die Regel. Seit Jahresbeginn wurden der Stadt bis Ende April nur 168 Geburten angezeigt, dem stehen 324 Todesfälle gegenüber. Das Stadtwachstum ist folglich auch im laufenden Jahr bislang ausschließlich auf erhebliche Wanderungsgewinne zurückzuführen. So verzeichnete Landshut in den ersten vier Monaten 2017 insgesamt 1.952 Zuzüge, aber nur 1.727 Fortzüge. Daraus ergibt sich ein Wanderungsgewinn von 225 Personen, der den natürlichen Bevölkerungsverlust mehr als ausgleicht.





„Dass nach wie vor so viele Menschen nach Landshut ziehen, ist der beste Beleg für die hohe Lebensqualität, die unsere Stadt zu bieten hat“, sagt OB Alexander Putz. Zur Attraktivität trage selbstverständlich auch die Wirtschaftskraft und das nach wie vor hervorragende Angebot an gut bezahlten Arbeitsplätzen in der Region entscheidend bei.

Für die Stadtpolitik sei das Wachstum deshalb Bestätigung und ein Grund zur Freude, aber vor allem auch eine Verpflichtung, sagte Putz. So müsse mehr Wohnraum geschaffen werden, beispielsweise durch sinnvolle Nachverdichtung und die Ausweisung neuer Wohngebiete. Auch die Verkehrsinfrastruktur sei an die Bedürfnisse einer stark wachsenden Bevölkerung anzupassen – sei es durch den Neu- und Ausbau von Straßen und Radwegen, sei es durch ein verbessertes ÖPNV-Angebot. Weil unter den Neubürgern viele Familien mit kleinen Kindern seien, gelte es zudem, den vom Stadtrat vor wenigen Monaten beschlossenen Schulentwicklungsplan zügig umzusetzen. „Diese drei Punkte haben für mich Priorität“, betonte Putz. „Sie werden in den kommenden Jahren die Säulen meiner Politik sein.“

Kategorien: Aktuell, Nachrichten

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