LESERBRIEF: Wahlkampf sollte dort stattfinden, wo gewählt wird – ganz klar in der Türkei und nicht auf deutschem Boden

Zur aktuellen Diskussion um die Situation in der Türkei im allgemeinen und die Auftritte türkischer Politiker in Deutschland im besonderen hat uns folgender Leserbrief erreicht:

Die Türkei unter der Führung von Präsident Erdogan verspielt derzeit internationales Vertrauen, und es droht die Gefahr, dass die Türkei zu einer Diktatur verkommt. Erdogan hat den Putsch als Vorwand genommen, um missliebige Oppositionelle zu beseitigen, und arbeitet mit Hochdruck an der Sicherung seiner Macht.

Für mich gibt es keinen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union, solange die Menschenrechte von Erdogan mit Füßen getreten werden. Herr Erdogan ist seinem Ziel einer Präsidialregierung bereits sehr nahe gekommen. Sollte er dies erreichen, wird die Türkei aus dem Kreis der Demokratien ausscheiden. Es ist unglaublich, mit welcher Brutalität das Regime Andersdenkende oder auch ethnische Minderheiten verfolgen lässt.





Die Europäischen Mitgliedsstaaten müssen gemeinsam handeln und der Türkei klare Grenzen aufzeigen. Menschenrechte sind die Grundlage von Staaten und auch wirtschaftlichem Erfolg, und die Türkei tritt diese derzeit mit Füßen, man sieht auch, wie die Wirtschaftsleistung der Türkei einbricht. Ein „failed state“ an der EU-Außengrenze wäre eine Katastrophe. Europa muss hier gemeinsam handeln und die türkischen Freunde darauf hinweisen, dass Europa keine Diktatur dulden wird.

Auch sollte Wahlkampf dort stattfinden, wo gewählt wird! In diesem Fall ganz klar in der Türkei und nicht auf deutschem Boden für Erdogan.

Marco Altinger

Unternehmer

Landshut

Kategorien: Aktuell, Meinung

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