Lissabon und seine überschwängliche Architektur aus fünf Jahrhunderten: Interessanter Vortrag im Bauzunfthaus

Lissabon und seine überschwängliche Architektur aus fünf Jahrhunderten: Interessanter Vortrag im Bauzunfthaus

Interessanter Vortrag im Bauzunfthaus Landshut: Am Mittwoch, 15. Februar, 19.30 Uhr, berichten Dipl. Ing. Klaus Hufnagel und Architektin Claudia Geilersdorfer unter dem Titel  “Lissabon und seine überschwängliche Architektur aus fünf Jahrhunderten” über eine Reise in die portugiesische Hauptstadt.

Schaut man genau hin, erkennt man verblüffende architektonische Gemeinsamkeiten. Lissabons hypermodernes Expo-Gelände zitiert Gestaltungsideen des spätgotischen Hieronymusklosters aus dem 16. Jahrhundert und bildet so die Klammer zwischen den manuelinischen Prachtbauten, einer portugiesischen Spielart der Gotik, und einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung.

Ziemlich genau in der Mitte dieser fünf Jahrhunderte, im frühen 18. Jahrhundert, ermöglichten reiche Goldfunde in den Kolonien die Entfaltung des Barocks mit den vergoldeten Holzschnitzarbeiten und prachtvollen blau-weißen Fliesenbildern. Diese Azulejoverkleidungen sind eine der stärksten Ausdrucksformen der portugiesischen Landeskultur. Sie dienen einer überschwänglichen dekorativen Präsentation szenischer Darstellungen. Sie halten Episoden landesgeschichtlich fest, beschreiben elegante Vergnügungen oder dienen einfach dazu, Räume bühnenartig in Landschaften zu öffnen. Verheerende Erdbeben und Stadtbrände stellten in der Stadtentwicklung eine schmerzliche Zäsur dar, bedeuteten aber auch Aufbruch und Erneuerung.





Der Vortrag ist für alle interessierten Besucher und Mitglieder kostenlos (Hauptzugang von der Wittstraße).

(Im Bild: Der Bahnhof Oriente, entworfen vom Architekten Santiago Calatrava als Eingang zur Expo, die  1998 in Lissabon stattfand)

Kategorien: Aktuell, Nachrichten

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