“Mehr Tempo 30 vor Schulen, Kindergärten und Altenheimen möglich” – Bürger sollen Vorschläge an Stadträtin Christine Ackermann melden

“Mehr Tempo 30 vor Schulen, Kindergärten und Altenheimen möglich” – Bürger sollen Vorschläge an Stadträtin Christine Ackermann melden

Eine neue Gesetzgebung mache “mehr Tempo 30 vor Schulen, Kindergärten und Altenheimen” möglich, teilen die ÖDP-Stadträtinnen Elke März-Granda und Christine Ackermann mit –  und appellieren nun an die Landshuter Bürger, aktiv zur Entschleunigung beizutragen: “Helfen Sie mit, melden Sie Straßenabschnitte für Tempo 30, schicken Sie uns Ihre Ideen und Vorschläge!”

Durch die aktuelle Änderung der Straßenverkehrsordnung des Bundes dürften Kommunen nun auch an Hauptverkehrsstraßen “bei Vorliegen besonderer Gefahrenlagen streckenbezogen Geschwindigkeitsbegrenzungen anordnen“, erklärt März-Granda. „Die Behörden müssen nicht mehr nachweisen, dass solche sensiblen Stellen Unfallschwerpunkte darstellen“, führt die Politikerin fort. Die Änderung sei seit dem 14. Dezember 2016 in Kraft. Christine Ackermann lobt die zu erwartende „Verbesserung der Verkehrssicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer, zu denen insbesondere Kinder und Senioren zählen“.

Im Zuge dieser Änderungen bitten die Politikerinnen jetzt die Bevölkerung um Mithilfe und starten einen Aufruf an die Landshuter Bürger mit der Bitte, die Gefahrenstellen und Straßenabschnitte an Hauptverkehrsstraßen im Umfeld von Schulen, Kindergärten, Kitas, Senioreneinrichtungen und Krankenhäusern zu melden. Denn an diesen Bereichen sollte die Einführung einer streckenbezogenen Anordnung von Tempo 30 dringend überprüft werden. Die Anregungen aus der Bevölkerung wollen die Stadträtinnen in den Stadtrat einbringen.





„Unzählige Studien, Umfragen und Forschungsergebnisse, beispielsweise die des Umweltbundesamtes vom Januar 2017, belegen die vielen Vorteile einer Geschwindigkeitsreduktion. Gefahrenminderung, Lärmschutz, weniger Abgase, vor allem aber der erhöhte Unfallschutz, der als einziger Grund schon reichen würde“, fügt Ackermann an. „Wir wollen die aktuellen Änderungen möglichst zeitnah in Landshut umsetzen, um die schwächeren Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr noch besser zu schützen“, betont März-Granda.

(Kontaktadresse: ackermann57@gmx.de bzw. Christine Ackermann, Neißestr. 57, 84036 Landshut)

Kategorien: Aktuell, Politik

Kommentare

  1. Der
    Der "Red Flag Act" ... 7 April, 2017, 10:05

    … (deutsch: Das Gesetz über die Rote Fahne) war ein Gesetz im Vereinigten Königreich Großbritannien und Irland, das 1865 eingeführt und 1896 wieder abgeschafft wurde. Es sollte dazu dienen, Unfälle im Straßenverkehr durch die immer weiter verbreiteten Dampfwagen zu vermeiden. Das Gesetz schrieb vor, dass ein Gefährt ohne Pferde oder ein Automobil mit einer Geschwindigkeit von maximal 4 Meilen (~ 6,4 km/h) in der Stunde fahren durfte. Innerhalb der Ortschaften betrug das Limit 2 Meilen pro Stunde. Bei jedem Automobil mussten zwei Personen zum Führen des Fahrzeugs anwesend sein, und ein Fußgänger hatte voraus zu laufen, der zur Warnung der Bevölkerung eine rote Flagge (red flag) tragen musste. Diese Regelung erzwang ein Geschwindigkeitslimit. Im Jahr 1875 starben in Großbritannien dennoch 1589 Menschen in der Folge von Straßenverkehrsunfällen mit Dampfwagen und Lokomobilen. (wikipedia)

    In diesem Sinne: Fahnen raus – das Auto kommt.

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