Mit dem Nadelverschluss fängt heute alles an: Sanierung des Ludwigswehrs dauert vermutlich bis Oktober

Mit dem Nadelverschluss fängt heute alles an: Sanierung des Ludwigswehrs dauert vermutlich bis Oktober

Die Sanierung des Ludwigswehrs steht vor der Tür: Heute, Freitag, wurde vor dem ersten Wehrfeld ein sogenannter Nadelverschluss angebracht (Bild). Dieser hält in dem Abschnitt das Wasser ab, damit die Sanierung beginnen kann. Unter Federführung der Stadtwerke Landshut werden in den kommenden Monaten die drei Wehrklappen ausgetauscht, die Wehrpfeiler mit neuer Maschinentechnik ausgerüstet sowie die Tosbecken auf der Unterwasserseite saniert. Insgesamt dauert die Maßnahme voraussichtlich bis in den späten Herbst.

Die Hauptgründe für die Modernisierung: Die Wehrklappen sind undicht und rosten. Die Tosbecken weisen auf der Unterwasserseite erhebliche Betonschäden auf. „Die Sanierung ist ziemlich aufwändig“, sagt Robert Schmaus, Projektleiter für die Sanierung des Ludwigswehrs bei den Stadtwerken.

Vor allem sei die Reihenfolge der einzelnen Maßnahmen mit Sorgfalt zu koordinieren. Denn das Ludwigswehr kann nicht einfach außer Betrieb genommen werden. Neben der Stromerzeugung obliegt dem Wehr eine wichtige Aufgabe beim Hochwasserschutz. Wenn zu viel Wasser die Isar hinab fließt, werden die Klappen geöffnet und das Wasser in die kleine Isar abgelassen. Mindestens zwei von drei Wehrklappen müssen immer in Betrieb sein.





Je ein Wehrfeld, die dazugehörige Maschinentechnik und das Tosbecken werden daher nach einander saniert. „Pro Wehrabschnitt sind rund zwei Monate Bauzeit einkalkuliert“, sagt Schmaus. „Die Baumaßnahme ist allerdings witterungsabhängig. Hochwasser, Schlechtwetterperioden oder Kälte können daher eine Überarbeitung der Zeitpläne erforderlich machen“, erklärt der Projektleiter.

Die Arbeiten erfolgen generell zu üblichen Zeiten: Montag bis Freitag im Zeitraum von 7 bis 18 Uhr. Ausnahmen gibt es zur Landshuter Hochzeit. Während der Festwochenenden erfolgen die Arbeiten Montag bis Donnerstag 7 bis 18 Uhr und Freitag 7 bis 12 Uhr. Hauptsächlich erfolgen die Arbeiten unterhalb der Brücke bzw. im Inneren der Wehrpfeiler. Viele Arbeiten sind daher nicht sichtbar, sodass sich auch die Lärmemissionen voraussichtlich in Grenzen halten – abgesehen von den Ausstemmarbeiten der Wehrklappe und der Betonsanierung des Wehrrückens.

Der Bauzaun auf dem Sausteg wird an den Festwochenenden abgebaut und Gerüste und Arbeitsmittel werden mit Jutesäcken abgehängt. Zu Sperrungen des Sausteges kommt es je nach Bauablauf immer wieder zeitweise – wie eben am Freitag zum Anbringen des Nadelverschlusses, aber nicht zu den Wochenenden der Landshuter Hochzeit.

Die Baustellenzufahrt für die Schwertransporte wird über die Staudenraustraße und Obere Wöhrstraße sowie über die Mayergasse geführt. Für die Anlieger veranstalteten die Stadtwerke bereits im Februar einen Informationsabend, da die freien Parkflächen entlang den Straßen zeitweise nicht genutzt werden können. Zur Sanierung der Tosbecken wird in die kleine Isar voraussichtlich eine Kiesrampe für die Baufahrzeuge aufgeschüttet.

Das Tiefbauamt der Stadt Landshut erneuert im Verlauf der Sanierung auch die Oberfläche des Saustegs. Dazu muss der Sausteg ebenfalls komplett gesperrt werden. Insgesamt dauert die Baumaßnahme voraussichtlich bis Oktober.

 

 

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