Die Immobilienpreise in Landshut steigen weiter – OB Putz zeigt sich überzeugt, dass sozialer Wohnungsbau “mit privatem Geld funktioniert”

Die Immobilienpreise in Landshut steigen weiter – OB Putz zeigt sich überzeugt, dass sozialer Wohnungsbau “mit privatem Geld funktioniert”

Die aktuellen Bodenrichtwerte für die Stadt Landshut sind ab sofort erhältlich. Bei einer Pressekonferenz am Montag im Rathaus gaben OB Alexander Putz und der Vorsitzende des Gutachterausschusses für Grundstückwerte, Maximilian Karl (im Bild links), einen Überblick. Mit den Bodenrichtwerten, die die Wertentwicklung aller Grundstücke im Stadtgebiet darstellen, können sich auch weniger erfahrene Teilnehmer am Immobilienmarkt einen sicheren Überblick über Preisentwicklungen verschaffen. Was die Entwicklungen im Stadtgebiet angeht: Diese bescheinigen dem Immobilienstandort Landshut eine hohe Attraktivität.

“Die steigende Preisentwicklung im Bereich urbaner Verflechtungsbereiche hat sich auch während der vergangenen beiden Jahre fortgesetzt. Zwar wird von verschiedenen Marktanalysten ein baldiges Ende der positiven Preisentwicklung prognostiziert, jedoch tendieren die Analysen und Auswertungen der Kaufverträge bisher zu einer sich weiter fortsetzenden Aufwärtsbewegung. Diese Tendenz mag angesichts des hohen Preisniveaus in nahezu allen Marktsegmenten abflachen, der anhaltende Bevölkerungsdruck und die auch weiterhin hinter dem Bedarf zurückbleibenden Neubauten von Wohnraum deuten aber trotzdem auf ein fortsetzendes Wachstum des Immobiliensektors”, heißt es im Bericht.

Experte Karl gab einen sehr detaillierten, zahlengetränkten Bericht zur Lage, während sich OB Putz um eine Gesamtbewertung bzw. die Benennung dessen bemühte, was folglich zu tun sei. “Die Preisentwicklung ist da”, attestierte der Rathaus-Chef, “und der Druck auf den sozialen Wohnungsbau ist da.” Die Stadt müsse nun mit ihrem Konzept durchdringen, 20 Prozent der Flächen bei neuen Wohngebieten (ab einer bestimmten Größe) für sozialen Wohnungsbau zu nutzen – und zwar mindestens. Nach Angaben von Putz soll die Quote bei dem zur Bebauung anstehenden Quartier westlich des Hauptbahnhofs (wo 350 bis 400 Wohneinheiten geplant seien) bei 30 Prozent liegen und bei einem gerade in Vorbereitung befindlichen Areal an der Altdorfer Straße sogar bei 50 Prozent. Vom Erfolg dieser Strategie ist der OB überzeugt: Wenn man diese Grundstücke auf den Markt bringe, werde man “sehen, dass es mit privatem Geld funktioniert” – sprich: auch ohne städtische Wohnbaugeselllschaft.





Im Fazit des Berichts heißt es: Insgesamt betrachtet hat sich der Grundstücksmarkt in Landshut weiter relativ stark nach oben entwickelt. Insbesondere durch “die außergewöhnliche Lagegunst” der Stadt “mit einer sehr guten Verkehrsanbindung, der vorausschauenden Grundstückspolitik und einer besonderen Güte bei den weichen Standortfaktoren (Bildung, Kultur, Freizeit, Sport, etc.)” sei nach wie vor festzustellen, dass Investitionen am Landshuter Immobilienmarkt eine sichere Anlageform darstellen. Zudem wirkten sich “die zunehmende Raumknappheit” und “die weiter exorbitant steigenden Preise” in München verstärkt auf das Preisniveau in der Dreihelmenstadt aus.

Die neue Bodenrichtwertkarte mit Stichtag zum 31. Dezember 2016 liegt bis 10. Mai zur Einsicht in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, Fleischbankgasse 310, 84028 Landshut, aus. Die Bodenrichtwertkarten sind in Printform für 220 Euro zu erwerben, die Online- Auskunft unter www.boris-bayern.de oder www.bodenrichtwerte-bayern.de kostet 180 Euro. Einzelauskünfte für Bodenrichtwerte können ebenfalls unter der genannten Internetadresse zu einem Kostensatz von 25 Euro erworben werden, die schriftliche Form kostet pro Einzelauskunft 30 Euro.

Kategorien: Aktuell, Nachrichten

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