Neues Gesicht für die Playoffs: Vanessa Agbortabi vom VCO Berlin verstärkt die Roten Raben im Duell gegen Meister Dresden

Neues Gesicht für die Playoffs: Vanessa Agbortabi vom VCO Berlin verstärkt die Roten Raben im Duell gegen Meister Dresden

Der Countdown läuft zu den Playoffs der Volleyball Bundesliga: Während die Teams aus Münster, Aachen, Köpenick und Suhl aktuell in den Pre-Playoffs die letzten beiden Teilnehmer für das Viertelfinale ermitteln, blicken die Top 6 der Liga schon jetzt mit voller Konzentration auf Samstag, 18. März. Dann beginnen die eigentlichen Playoffs, und zwei Viertelfinal-Duelle stehen bereits fest: Der Vierte SC Potsdam trifft auf den Fünften VC Wiesbaden – und die Roten Raben als Sechster fordern den amtierenden Deutschen Meister Dresdner SC heraus, der die Hauptrunde als Dritter abschloss. Primus Schwerin und der Zweite Stuttgart müssen noch auf ihre Gegner warten.

Für die Roten Raben ist die Best-of-three-Serie gegen den DSC natürlich eine sportliche Großaufgabe – und zugleich die enorme Chance, eine bis dato solide, aber nicht rundum zufriedenstellende Saison in ein neues Licht zu rücken. Platz 6, das fundamentale Ziel der direkten Playoff-Qualifikation, hat das Team von Cheftrainer Jonas Kronseder erreicht – nicht jedoch Platz 4 (sprich Heimrecht im Viertelfinale), den die Raben durchaus ins Visier genommen hatten.

„Die Mannschaft“, so Geschäftsführer André Wehnert in einer Zwischenbilanz, „hat ihr Können immer wieder gezeigt, aber insgesamt das Potential bisher zu selten konstant abgerufen.“ In den Playoffs gegen Dresden komme es nun darauf an, „Biss zu zeigen“ und der zweifellos favorisierten Truppe von Meistermacher Alex Waibl in jedem einzelnen Ballwechsel einen heißen Fight zu liefern.





Dann ist was drin im Viertelfinale, da sind sich André Wehnert und Jonas Kronseder einig. „Wir brauchen“, betont der Trainer, „in dieser Serie zwei sehr gute Spiele, zwei Sahnetage. Es ist auf jeden Fall möglich, Dresden zu schlagen.“ In der Hauptrunde waren die Roten Raben schon einmal nah dran – das Heimspiel in der Ballsporthalle verloren sie nach einer begeisternden Leistung im 5. Satz nach 10:8-Führung noch mit 12:15. Und die 0:3-Niederlage beim Rückspiel in Dresden liest sich klarer als sie tatsächlich war; Vilsbiburg hatte Satzbälle in zwei von drei Sätzen.

Fakt ist zudem, dass es beim DSC zuletzt nicht nach Wunsch lief. Niederlagen wie in Köpenick (0:3) und am letzten Spieltag gegen Münster (1:3) waren vom amtierenden Meister so nicht erwartet worden; dementsprechend suboptimal scheint die Stimmung rund um die Margon-Arena zu sein. Trainer Alex Waibl soll laut Medienberichten die Leistung gegen Münster mit der Aussage „Das war wie der letzte Arbeitstag vorm Urlaub“ kommentiert haben. Inzwischen konnte man lesen, dass der DSC mit Blick auf die Playoffs die Hilfe eines Sportpsychologen in Anspruch nimmt.

Der Favorit strotzt also im Moment nicht gerade vor Selbstvertrauen, wohingegen die Roten Raben einen personellen Joker aus dem Ärmel ziehen: Vanessa Agbortabi. Die 18- jährige Außenangreiferin vom VCO Berlin (im Bild links beim Gastspiel in der Ballsporthalle Ende Februar) kann – da für ihren Club die Saison schon beendet ist – in den Playoffs mit Sonderspielrecht für Vilsbiburg auflaufen. Dies hat Raben-Geschäftsführer Wehnert eingefädelt – mehr noch: Nach ihrem Schulabschluss wird Vanessa Agbortabi, eines der vielversprechendsten deutschen Talente auf ihrer Position, zur Saison 2018/19 nach Vilsbiburg wechseln.

Karten für das Viertelfinal-Heimspiel der Roten Raben gegen Dresden am Mittwoch, 22. März, 19 Uhr, gibt es unter www.roteraben.de/tickets und in der Geschäftsstelle, Telefon 08741/ 3545.

(Foto: Peter Pilsner)

Kategorien: Aktuell, Sport

Kommentar hinzufügen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bitte geben Sie Ihren Namen sowie Ihre E-Mail-Adresse an. Weitere Pflichtfelder sind markiert.*