Neues kommt, Tradition bleibt: Briefmarken Engel wird zum Café mit Außenbestuhlung – und zieht selbst ins kleinere Nachbarhaus um

Neues kommt, Tradition bleibt: Briefmarken Engel wird zum Café mit Außenbestuhlung – und zieht selbst ins kleinere Nachbarhaus um

Im Umfeld der Martinskirche sollen zwei neue gastronomische Adressen jeweils mit Außenbewirtung entstehen. Dafür gab der Verkehrssenat am Dienstag in einem Fall seine Zustimmung und signalisierte im anderen sein Wohlwollen. Im heutigen Briefmarkenhaus Engel (Bild oben) ist ein Café geplant, im Eckhaus Kirchgasse 247 ein Imbissladen (Suppenküche o.ä.).

Für letztgenanntes Projekt (Bild unten) gestaltet sich die Außenbewirtung nicht einfach – mit Blick auf die “Schleppkurve” für größere Fahrzeuge an dieser Stelle. Antragsteller Bernd Tremmel avisierte bei Erweiterung des Gehwegs 5 Tische mit 16 Stühlen vor dem Haus, die Verwaltung wollte dem Ansinnen jedoch u.a. wegen “der negativen Einwirkungen auf die Sicherheit des Straßenverkehrs” nicht nähertreten. Angeführt von Lothar Reichwein (CSU) äußerten freilich mehrere Stadträte ihre Sympathie für das Vorhaben, wobei sich eine abgespeckte Nutzung mit 3 Tischen und 10 Plätzen herauskristallisierte. OB Alexander Putz gab früh in der Debatte zu verstehen, dass es seiner Meinung nach “kaum eine ungünstigere Position” für eine solche Nutzung gebe als an dieser Einmündung. Später, als sich eine Mehrheit für das Projekt abzeichnete, stellte der OB selbst den Antrag auf 2. Lesung und begründete ihn damit, dass hier nichts “hopplahopp” entstehen soll und man für eine “ordentliche Planung” mehr Zeit brauche. Bei der Gegenstimme von Reichwein folgte der Ausschuss dem Putzschen Vorstoß.





In Sachen Briefmarken Engel gab es direkt grünes Licht für die neue Nutzung, allerdings mussten auch hier die Antragsteller Abstriche am Umfang der Außenbestuhlung hinnehmen. Gewünscht waren ca. 70 Sitzplätze, die Verwaltung schlug 60 vor, und der Verkehrssenat machte dann am Ende 48 Plätze daraus. Allgemein wurde aber die Belebung des Platzes deutlich begrüßt. Wie den Sitzungsunterlagen zu entnehmen ist, soll das traditionsreiche Briefmarkenhaus laut den Planungen seinen derzeitigen Platz zugunsten eines Cafés (oder dergleichen) verlassen und in das leerstehende, kleinere Nachbarhaus umziehen.

 

Kategorien: Aktuell, Nachrichten

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