Besonderer Glanz für Landshut: Bischöfe aus aller Welt kommen zu den Sonntags-Gottesdiensten während der Landshuter Hochzeit in die Martinskirche

Besonderer Glanz für Landshut: Bischöfe aus aller Welt kommen zu den Sonntags-Gottesdiensten während der Landshuter Hochzeit in die Martinskirche

An den vier Sonntagen während der Landshuter Hochzeit werden die Gottesdienste um 10 Uhr in der Stiftsbasilika St. Martin festlich gestaltet. Dazu haben Bischöfe aus aller Welt ihr Kommen zugesagt. Dies teilt Stiftspropst Monsignore Franz Joseph Baur mit; das Archivbild zeigt ihn in der Dominikanerkirche.

Am Sonntag, 2. Juli, wird der deutsche Kurienbischof Josef Clemens aus Rom das Pontifikalamt halten. Gebürtig aus Siegen (Erzbistum Paderborn) war der promovierte Moraltheologe über Jahre hinweg Privatsekretär von Kardinal Josef Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI. Dieser weihte ihn 2004, als er Sekretär des Päpstlichen Rates für die Laien wurde, zum Bischof. In dieser Funktion war er u.a. maßgeblich für den Weltjugendtag in Köln verantwortlich. Seit kurzem emeritiert lebt er bis heute in Rom. Er hat schon einmal den Gottesdienst in St. Martin bei einer Landshuter Hochzeit gefeiert.

Am Sonntag, 9. Juli, wird der Erzbischof von Tegucigalpa, Honduras, Kardinal Óscar Andrés Rodríguez Maradiaga SDB, der Messe vorstehen. Kardinal Maradiaga ist seit 2007 Präsident der Caritas Internationalis und schon wiederholt mit Stellungnahmen zu sozialen und politischen Themen international hervorgetreten, etwa als Schirmherr der Entschuldungskampagne für die armen Länder des Südens anlässlich des Millenniumsjahres 2000. Er gehört zur Gruppe der neun Kardinäle, die Papst Franziskus als Kardinalsrat berufen hat, um die Reform der Kirche nachhaltig voranzubringen. Kardinal Maradiaga wird von seinem Ordensbruder begleitet, dem früheren Bischof von Rotterdam, Adrianus van Luyn SDB. Den Kontakt zu diesen Bischöfen aus dem Orden der Salesianer hat Familie Pöschl hergestellt, die über ihren Ecuador-Hilfe-Verein “Ecuador Licht und Schatten ” intensiv mit den Salesianern in Lateinamerika zusammenarbeitet. Von Seiten des Erzbistums München und Freising wird der Bischofsvikar der Region Nord, Weihbischof Bernhard Haßlberger, die hohen Gäste begrüßen und den Gottesdienst mitfeiern.





Ebenfalls Mitglied im Kardinalsrat und in weiteren Funktionen international tätig und bekannt ist der Erzbischof von München, Kardinal Reinhard Marx. Er hat für Sonntag, 16. Juli, zugesagt. Auch für ihn ist es nicht der erste Sonntag auf einer Landshuter Hochzeit.

Für Sonntag, 23. Juli, ließ sich Bischof Berislav Grgić gewinnen. Er leitet die Prälatur Tromsø, die das nördlichste Territorium Europas einschließlich Nordkap und Spitzbergen umfasst. Gebürtig ist der kroatische Priester aus der Diözese Banja Luka in Bosnien-Herzegowina. Von dort musste er zusammen mit vielen Katholiken während des Kriegs 1995 fliehen. Vorübergehend war er als Pfarrer in Oberhaching bei München tätig.

Landshut darf sich also auf internationale kirchliche Prominenz freuen, die den Gottesdiensten während der LaHo 2017 besonderen Glanz gibt. Auch die Kirchenmusik an der Stiftsbasilika wird einiges dazu beitragen, die Sonntage festlich zu begehen.

Manche werden sich erinnern: Als Stiftspropst Graf von Soden-Fraunhofen 1972 zum Weihbischof ernannt wurde, haben ihm die Landshuter zum Abschied einen Bischofsstab geschenkt. Dieser Stab, der inzwischen zum Freisinger Dom gehört, kommt in St. Martin wieder zu Ehren und wird bei den Pontifikalgottesdiensten verwendet.

Am Montag, 24. Juli, sind die Landshuter Hochzeiter dann wieder “unter sich”: Um 19 Uhr wird in St. Martin die Heilige Messe zum Abschluss der LaHo gefeiert. Stiftspropst Franz Joseph Baur steht vor, alle Musikgruppen der Landshuter Hochzeit wirken mit, und für alle wird es ein hoch emotionaler Moment sein, wenn aus vielen hundert Kehlen das letzte große “Hallo” der Aufführung 2017 der “Landshuter Hochzeit 1475″ erklingt.

Kategorien: Aktuell, Nachrichten

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