JETZT MIT LINK ZUM VIDEO: Liga sperrt EVL-Verteidiger Brad Staubitz nachträglich, Attacke gegen Kyle Doyle hat keine Folgen

JETZT MIT LINK ZUM VIDEO: Liga sperrt EVL-Verteidiger Brad Staubitz nachträglich, Attacke gegen Kyle Doyle hat keine Folgen

Ohne seinen defensiven Leistungsträger Brad Staubitz muss der EVL die nächsten beiden Spiele in der Playoff-Viertelfinalserie gegen die Kassel Huskies bestreiten. Der 30-jährige kanadische Verteidiger wurde vom Disziplinarausschuss der Liga nachträglich für zwei Partien gesperrt, weil er sich in Spiel 2 der Serie am Sonntag in Landshut einen „Unerlaubten Körperangriff“ gegen Gästestürmer Austin Wycisk habe zuschulden kommen lassen.

Die Szene, um die es geht, dürfte den 4.611 Besuchern des Sonntag-Spiels noch sehr präsent sein: 11 Minuten und 26 Sekunden waren gespielt, als sich Staubitz dem mit enormer Geschwindigkeit aus dem eigenen Drittel heraus beschleunigenden, den Puck führenden Kasseler mit maximaler Autorität in den Weg stellte. Wycisk hatte ganz offensichtlich die Augen auf dem Eis, jedenfalls prallte er dermaßen unvermittelt und massiv an dem robusten Stoppschild mit der Nummer 61 ab, dass es richtig schepperte. Der Gästespieler wirkte benommen, kam nur mühsam wieder auf die Beine und quälte sich vom Eis. Die Schiedsrichter ließen sich lange Zeit, bevor sie das Strafmaß für Staubitz verkündeten: eine Zwei-Minuten-Strafe.

Doch die Huskies leiteten nach dem Match ein Ermittlungsverfahren gegen den EVL- Verteidiger ein, und der DEL-Disziplinarausschuss kam nach dem Videostudium zu der Ansicht, dass hier ein Unerlaubter Körperangriff vorliege, „der mit einer Großen plus Spieldauerdisziplinarstrafe oder Matchstrafe hätte geahndet werden müssen“. Weiter heißt es auf der DEL-Homepage: „Der Disziplinarausschuss hält die Sperre von zwei Spielen in Verbindung mit der Geldstrafe aufgrund der oben beschriebenen rücksichtslosen Begehungsweise für angemessen. Der Spieler Wycisk hat keine Möglichkeit, auszuweichen, da er zwischen Bande und einem Gegenspieler eingeschlossen war. Darüber hinaus verletzt sich der Spieler Wycisk bei dieser Aktion.“ Die Rede ist von einer Gehirnerschütterung des Husky-Stürmers, sein Einsatz heute abend in Spiel 3 in Kassel gilt als fraglich.





In Landshuter Fan-Kreisen herrscht nun Unverständnis bis Empörung. Tatsächlich spricht einiges für eine andere Bewertung der strittigen Szene. Staubitz agiert ohne Schlägereinsatz, ohne Ellenbogen – er checkt sehr hart, extrem körperbetont, aber nicht unfair, man könnte auch von einem klassischen, krachenden Open Ice Check sprechen, für den die Cracks auf den Eisflächen Nordamerikas nicht sportgerichtlich bestraft, sondern von den Fans gefeiert werden.

Aber, klar, Landshut gegen Kassel – das ist keine NHL-Playoff-Serie. Für zusätzlichen Zündstoff in den weiteren Duellen zwischen Niederbayern und Nordhessen ist jedenfalls gesorgt, zumal es ja am Sonntag auch eine Szene mit umgekehrten Vorzeichen gab, als Marco Müller in der 51. Minute EVL-Stürmer Kyle Doyle mit einer ebenfalls sehr harten (oder unfairen) Aktion außer Gefecht setzte, derentwegen der Landshuter taumelnd vom Eis geführt werden musste (Bild). Auch sein Einsatz heute gilt als ungewiss.

Auf der DEL-Homepage ist das Video mit der umstrittenen Staubitz-Szene zu sehen. Der Link ist hier

Kategorien: Aktuell, Sport

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