Petra Seifert bleibt – Frank Steinberger neuer Co-Vorsitzender der Landkreis-Grünen

Petra Seifert bleibt – Frank Steinberger neuer Co-Vorsitzender der Landkreis-Grünen

Bei der Jahreshauptversammlung der Landkreis-Grünen in Adlkofen wurde Petra Seifert in ihrem Amt als Vorstandssprecherin bestätigt. Neu zur Seite steht ihr als Co-Sprecher Frank Steinberger. Er löst damit Konrad Haberberger ab, der weiterhin als agrarpolitischer Sprecher Akzente setzen wird.

In einer kurzen Rede wies Steinberger (Bild) auf wichtige Themen für die Landkreispolitik hin: Neben dem großen Flächenverbrauch, den Grundwasserschutz und der medizinischen Versorgung im Landkreis sei das die Mobilität: „In der Region wird viel Kraft darauf verwendet, Trassen für den überregionalen Verkehr freizuräumen. Unser regionales Problem ist aber, dass täglich über 23.000 Pendler vom Landkreis in die Stadt wollen und dies oft nur mit dem Auto können. Solange das so bleibt, wird es immer Staus an den Einfallstraßen geben. Ein Mittel dagegen ist ein leistungsfähigerer ÖPNV.“ 

MdB Thomas Gambke wünschte dem neuen Vorstandsduo viel Erfolg und bedankte sich für gute achtjährige Zusammenarbeit mit dem Kreisverband. Er sagte, auch wenn die Partei in der öffentlichen Wahrnehmung mal nicht so gut dastehe, blieben die Themen der Grünen aktuell und würden sogar immer aktueller. Der Wahlerfolg der Grünen in Schleswig-Holstein zeige, dass man auch bei Gegenwind gewinnen könne, wenn man gute Politik mache.





Schließlich referierte MdL Rosi Steinberger über ein Thema, das viele Menschen in der Region immer mehr umtreibe: der hohe Flächenverbrauch: im Durchschnitt seien es unglaubliche 2.700 Quadratmeter Fläche, die im Landkreis Landshut täglich dem Flächenfraß zum Opfer fielen. In Bayern, Spitzenreiter im bundesweiten Vergleich, seien es täglich 13,1 Hektar. Beispiele seien etwa “die geplante Autobahn B15 neu, riesige Supermärkte mit hunderten Parkplätzen auf ehemals grünen Wiesen oder die Ausweisung von immer neuen Baugebieten trotz Leerständen im bestehenden Ortskern”. Immer mehr Bürger beklagten die Folgen: so leide nicht nur die Schönheit des Landschaftsbildes, auch die Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen nehme erheblich ab, während dringend notwendige landwirtschaftliche Flächen zugebaut würden. In der Folge müssten Landwirte auf schwer zu bewirtschaftende und erosionsgefährdete Flächen, etwa an Hängen, ausweichen. Durch die Versiegelung des Bodens könnten durch Starkregenereignisse auch kleinere Bäche über die Ufer treten und zu Hochwasser führen, Beispiele habe Niederbayern 2016 erlebt.

Das Ergebnis der Neuwahlen im einzelnen: Vorstandssprecher sind Petra Seifert und Frank Steinberger, Schatzmeister Emil Kühn und Schriftführer Martin Seeanner bleiben. Beisitzer im Vorstand sind Franziska Wiesbeck, Günther Sandmeyer, Marlene Schönberger, Iris Asanger.

Kategorien: Aktuell, Politik

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