Reha und Roboter in Rottenburg: Helmut Radlmeier besucht Prof. Dr. Klaus Timmer in der Schlossklinik

Reha und Roboter in Rottenburg: Helmut Radlmeier besucht Prof. Dr. Klaus Timmer in der Schlossklinik

Zum Fachgespräch besuchte CSU-MdL Helmut Radlmeier die Schlossklinik Rottenburg. Mit dem Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Klaus Timmer diskutierte der Landtagabgeordnete die Stellung und Schwerpunkte der Klinik sowie Überlegungen zur Verbesserung des Gesundheitssystems.

„Die Schlossklinik Rottenburg ist in meinen Augen ein Eckpfeiler der medizinischen Versorgung im nördlichen Landkreis“, machte Radlmeier, Mitglied im Gesundheitsausschuss des Landtags, gleich zu Beginn seines Besuchs deutlich. Die Schlossklinik trage entscheidend dazu bei, die flächendeckende Versorgung in der Region aufrechtzuerhalten. Eine Einschätzung, die Timmer teilte: „Wir halten hier in der Klinik wichtige Leistungen für die Bevölkerung vor.“ So sei die Klinik Notarztstandort und verfüge über eine chirurgische Notfallambulanz.

Im Landkreis-Norden sei man ein wichtiger Gesundheitsstandort. Weil man nicht das volle Spektrum an Leistungen vorhalten könne, habe man sich bewusst auf die Altersmedizin und die orthopädische Rehabilitation spezialisiert, führte Timmer aus. Der richtige Schritt, wie Radlmeier attestierte. Außerdem betonte der Abgeordnete: „Die Schlossklinik hat überregional einen hervorragenden Ruf.“





Als erste Klinik in Bayern habe man sich 1996 entschieden, in die geriatrische Reha einzusteigen. Das Einzugsgebiet sei die gesamte Region Landshut. Die Zusammenarbeit mit dem Klinikum Landshut funktioniere hier von Anfang an gut. Auch sei man mit allen Seniorenheimen in der Region in gutem Kontakt, um Patienten in die Kurzzeitpflege zu vermitteln. Hier sahen Timmer und Radlmeier einen steigenden Bedarf. „Bayernweit nehmen immer mehr Angehörige das Angebot der Kurzzeitpflege in Anspruch“, berichtete Radlmeier aus dem Gesundheitsausschuss. „In Städten kann es zeitweise zu Engpässen kommen. Da besteht meiner Meinung nach Nachholbedarf.“

Radlmeier sprach auch den Einsatz von Robotern in der Pflege an. In Japan beispielsweise sei es schon fast alltäglich, dass man Roboter zur Unterstützung des Personals einsetzen. Timmer, der an der Hochschule Landshut eine Honorarprofessur im Studiengang Medizintechnik innehat, kann sich eine zunehmende Bedeutung von Robotern in der Pflege vorstellen: „Wenn z.B. Roboter einen Patienten aus dem Bett heben, kann dies eine Entlastung des Pflegepersonals bewirken.“

Der Ärztliche Direktor verwies auf Studien, die positive Auswirkungen von sogenannten Zuwendungsrobotern belegten. Diese Roboter, wie die Roboter-Robbe Paro, sind Tieren nachempfunden, kommunizieren mit dem Patienten und vermitteln Nähe. Vor allem Demenzkranke und depressive Patienten sprächen darauf an. Dadurch verringere sich auch der Einsatz von Beruhigungsmitteln. „Gerade im Zusammenspiel mit der Hochschule könnten sich im Bereich der Robotik in der Region interessante Aspekte einer Zusammenarbeit ergeben.” Ein entscheidender Punkt dabei ist laut Radlmeier: „Sie unterstützen die Pflegekräfte bei ihrer Arbeit, ersetzen sie aber nicht.”

 

Kategorien: Aktuell, Politik

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