Es bleibt dabei: Landshuter Tafel und Spielhalle ziehen gemeinsam ins Luitpoldcenter ein – Grüne scheitern mit Nachprüfung im Plenum, Anja König (SPD) spricht von “Farce”

Es bleibt dabei: Landshuter Tafel und Spielhalle ziehen gemeinsam ins Luitpoldcenter ein – Grüne scheitern mit Nachprüfung im Plenum, Anja König (SPD) spricht von “Farce”

Im ehemaligen Luitpoldcenter kann – wie geplant – die Landshuter Tafel ihr neues Domizil finden und zugleich eine Spielhalle einziehen. Mit 27:13 bestätigte das Plenum am Freitag in namentlicher Abstimmung den entsprechenden Beschluss des Bausenats.

Ein Nachprüfungsantrag der Grünen-Fraktion sowie von jeweils zwei SPD- und ÖDP-Stadträtinnen ist damit gescheitert. Die Grünen hatten ein “unzulässiges Koppelungsgeschäft” ausgemacht. das mit den beiden unterschiedlichen Nutzungen angestrebt werde. Dieses Vorgehen sei sitten- und damit rechtswidrig. Man dürfe dem Eigentümer keinesfalls eine Befreiung vom Bebauungsplan zugestehen und so grünes Licht für die Spielhalle geben. Wo man eine solch unliebsame Einrichtung verhindern könne, forderte Grünen-Fraktionschef Stefan Gruber, müsse man das tun. Und hier sei es möglich.

Die Mehrheit im Plenum (Foto: Archiv) sah dies anders, man könnte – wertfrei – sagen: sehr pragmatisch. CSU-Stadtrat Maximilian Götzer erklärte, der Stadtrat sei “nicht die Ethikkommission des Bundestages”. Für die Landshuter Tafel sei diese Lösung eine “einmalige Chance”, die man nutzen sollte. OB Alexander Putz betonte, die aktuelle Unterbringung der Tafel im Tunnelhaus in der Inneren Münchner Straße sei nichts anderes als eine “Zumutung”, und nachdem auch die Prüfung anderer Alternativen keinen Erfolg gebracht habe, sei es letztlich angezeigt, die Variante Luitpoldcenter zu realisieren.





Dass es sich hier um ein Koppelungsgeschäft handle, wurde von Seiten der Stadtverwaltung übrigens bestritten – sowohl mündlich während der Sitzung als auch schriftlich in der Vorlage, wo sich mit Blick auf die geplante Ansiedlung von Tafel und Spielhalle im Luitpoldcenter der schöne Satz findet: “Beide Sachverhalte beziehen sich auf ein Gebäude, stehen aber nicht im kausalen Zusammenhang.”

Die Grünen fanden es durchaus abenteuerlich, eine inhaltliche Verbindung abzustreiten, wo doch OB Putz selbst von der Spielhalle als “Kröte” gesprochen habe, die man schlucken müsse, um die Lösung mit der Tafel hinzukriegen. SPD-Stadträtin Anja König zeigte sich empört und nannte es eine “Farce”, an dieser Stelle eine Spielhalle zu genehmigen, wo man doch befürchten müsse, dass “genau die Klientel”, die hier verkehre, für Probleme mit Spielsucht empfänglich sei.

Kategorien: Aktuell, Politik

Kommentare

  1. Ich glaub's ja nicht ...
    Ich glaub's ja nicht ... 13 März, 2017, 10:36

    was ich hier lesen muss:
    “SPD-Stadträtin Anja König zeigte sich empört und nannte es eine “Farce”, an dieser Stelle eine Spielhalle zu genehmigen, wo man doch befürchten müsse, dass “genau die Klientel”, die hier verkehre, für Probleme mit Spielsucht empfänglich sei.”

    Ausgerechnet eine Sozialdemokratin diffamiert Menschen, die auf die Tafel angewiesen sind als potenziell Spielsuchtgefährdete? Geht’s noch? Will Frau König allen Ernstes behaupten, dass von Altersarmut geplagte Menschen oder wegen Krankheit nicht arbeitsfähige Menschen “genau die Klientel” sei, die in Spielhallen verkehre? Ich fass es nicht … Aber wenn die Ideologie einsetzt, setzt bekanntermaßen gerne mal der Verstand aus. Dass dann aber auch gleich der (politische) Anstand aussetzt: Das hätt’s nicht gebraucht in dieser Sache, zumal die nächste Spielhalle keine 300 Meter weiter bereits besteht.

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    • Harald Dietl
      Harald Dietl 14 März, 2017, 20:33

      Wem hier Verstand und Vernunft fehlen, ist klar. Jemanden, der sich aus der Anonymität heraus am Rande der Beleidigung bewegt. An dem, was Landshut mangelt, hat der anonyme Feigling vorgefunden, nämlich eine Umfahrung, in diesem Fall um die gute Kinderstube.

      Deshalb: Danke für den humoristischen Höhepunkt des Tages!

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      • Man ist's gewohnt, ...
        Man ist's gewohnt, ... 15 März, 2017, 06:42

        … unter dem Namen Harald Dietl nichts Inhaltliches zu lesen, dafür aber gerne Lautmeldungen, die sich nicht mehr nur am Rand der Beleidigung und Diffamierung bewegen, sondern deutlich darüber hinaus gehen.

        In diesem Sinne: Für jemanden, der in der Vergangenheit hier im Forum dokumentiert hat, dass er nicht einmal weiß, was eine Haushaltsreserve ist und daraus eine städtische Immobiliengesellschaft finanzieren möchte, hast du nämlich eine bemerkenswert große Klappe, hinter der sich bislang leider nicht viel gezeigt hat außer Unflat. Und da hilft auch kein angeblicher Name an deinen Postings etwas.

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        • Harald Dietl
          Harald Dietl 15 März, 2017, 20:45

          Mir ist nicht bekannt, dass wir schon per du sind. Ebenso wenig, dass ich einen „angeblichen Namen“ führe. Mit ihrem Kommentar gelang ihnen lediglich eine misslungene Fälschung.
          Jetzt zeigen sie mal ihr wahres Gesicht. Anonym können sie sich völlig enthemmt als rotziger Rüpel benehmen, ohne Respekt und Manieren. In der Anonymität des Internets steigern sie noch ihre Aggressivität und vergiften das Klima. So demonstrieren sie ihre Hilflosigkeit.

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          • Was Peter über Paul sagt ...
            Was Peter über Paul sagt ... 15 März, 2017, 21:14

            … sagt mehr aus über Peter als über Paul.

            In diesem Sinne: Das Trollfutter ist damit leider aus.

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