„Schulen pädagogisch bauen“, Bildung als oberste Priorität: BLLV-Kreischef Fritz Wenzl bei OB Alexander Putz

„Schulen pädagogisch bauen“, Bildung als oberste Priorität: BLLV-Kreischef Fritz Wenzl bei OB Alexander Putz

Da die Schulbaumaßnahmen in der Stadt immer wieder Thema des Stadtrates sind, hat der Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Fritz Wenzl, die Gelegenheit wahrgenommen, um OB Alexander Putz die Broschüre des BLLV „Schulen pädagogisch bauen“ zu überreichen. Begleitet wurde der Vorsitzende von Gabi Jahn, die im BLLV-Kreisverband in der Abteilung „Schulpolitik“ mitwirkt. In dem fast einstündigen Gespräch zeigte der Oberbürgermeister großes Interesse an der umfangreichen Broschüre, die alle Facetten des modernen Schulbaus beinhaltet.

OB Putz gab den Lehrervertretern einen Einblick in die geplanten Umsprengelungen, die Voraussetzung für einen zukunftsorientierten Schulbau darstellen. Dabei erläuterte er auch das prognostizierte starke Wachstum der Stadt in den entsprechenden Vierteln und den daraus erwachsenden Raumbedarf. Das nahm Wenzl zum Anlass, auf die heutigen Anforderungen im Schulbau hinzuweisen, die in der Broschüre des BLLV sehr umfassend ausgeführt sind. Beispielsweise dürfe nicht übersehen werden, dass die Schulhäuser heute viele Nebenräume zur Differenzierung und als Arbeitsplätze für Unterstützungssysteme brauchen. Klassenzimmer seien heute Lernwerkstätten und würden neben zeitgemäßer Ausstattung auch Gruppenarbeitsräume brauchen.

„Die berechtigte Forderung nach mehr Individualisierung in unseren Schulen bedingen auch Sprechzimmer und Arbeitsräume für Förderlehrer, sonderpädagogisches Fachpersonal, Seminare und Schulberater“, ergänzte Wenzl. Mit dem Kapitel „Gute Akustik als absolute Grundlage für erfolgreiches Lernen“ stießen beide Pädagogen beim OB auf offene Ohren. Gabi Jahn ergänzte, dass dies allerdings nicht nur ein Thema für die Neubauten sei, sondern auch eine Herausforderung für Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen im laufenden Unterhalt.





Der Oberbürgermeister machte keinen Hehl aus der angespannten finanziellen Situation der Stadt. Trotzdem genießen für ihn die Bildungsausgaben höchste Priorität. Als Beispiel hob er die „Digitalisierung im Bereich der Bildung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ hervor. Der Einsatz zeitgerechter digitaler Medien im Unterricht sei unabdingbar. Doch die notwendige Ausstattung der Schulen stellt die Kommunen als Sachaufwandsträger vor große finanzielle Herausforderungen. Hier dürfe die Stadt nicht alleine gelassen werden und müsse seitens Bund und Ländern deutlich entlastet werden, betonte OB Putz. Die Vertreter des BLLV sicherten ihm dabei die Unterstützung des Gesamtverbandes zu, der mit Nachdruck bei der Staatsregierung mehr finanzielle Mittel für zeitgerechten Schulbau einfordert.

(Foto: Stadt Landshut)

Kategorien: Aktuell, Nachrichten

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