“Shuttle Service” für Ertrinkende im Mittelmeer? Sigi Hagl (Grüne) nennt Aussage von Stephan Mayer (CSU) “asozial” und “erbärmlich”

“Shuttle Service” für Ertrinkende im Mittelmeer? Sigi Hagl (Grüne) nennt Aussage von Stephan Mayer (CSU) “asozial” und “erbärmlich”

Mit Empörung hat die Landesvorsitzende der Grünen, Sigi Hagl (Bild) aus Landshut, auf eine Äußerung des innenpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Stephan Mayer (CSU), in der gestrigen ZDF-Sendung „Berlin direkt“ reagiert. Laut Pressemitteilung der Grünen habe Mayer gesagt, die Rettung von Ertrinkenden sei ein „Shuttle Service zum italienischen Festland bzw. zu den italienischen Inseln“.

Dazu Sigi Hagl: “Stephan Mayers Aussage ist asozial. Es geht darum, Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Diese Menschen als Pendler darzustellen, ist erbärmlich. Außerdem diskreditiert Mayer damit die freiwilligen Helfer der Seenotrettung. In solchen Äußerungen offenbaren sich das eigene zynische Weltbild und die verachtende Haltung gegenüber dem Recht aller Schutzsuchenden auf Asyl.‎

Es ist eine Schande, dass die europäischen Mitgliedsstaaten nicht willens sind, eine umfassende, flächendeckende und langfristig finanzierte Seenotrettung zu initiieren. Seit Jahren kompensieren private Seenotrettungsinitiativen dieses Versagen – und retten zehntausenden Menschen das Leben. Wir Grüne fordern die Wiederaufnahme eines europäischen Seenotrettungsprogramms und eine Zusammenarbeit mit den privaten Seenotrettungsinitiativen. Bis zum 1. Juni diesen Jahres sind bereits mehr als 1.550 Menschen im Mittelmeer ertrunken oder gelten als vermisst.”





Kategorien: Aktuell, Politik

Kommentare

  1. Es ist bestürzend, ...
    Es ist bestürzend, ... 19 Juni, 2017, 16:59

    … wie Grüne hier toxische Begriffe wie “asozial” gebrauchen und dann – sogar noch nach einem Hinweis auf die historische Belastung dieses Begriffes – vollkommen ungeniert auch noch insistieren.

    Ähnliches Verhalten kennt man sonst eigentlich nur von der AfD, die ebenfalls toxische Begriffe aus dem “Wörterbuch des Unmenschen” gebrauchen und dann ganz unschuldig beteuern, dass diese Begriffe ja gar nicht so gemeint sind.

    Aber es ist wohl schon so, wie ich bereits geschrieben habe: Im Gebrauch von toxischen Begriffen stehen die Grünen und der AfD nicht nach – alles Grüne hat schließlich braune Wurzeln.

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  2. Harald Dietl
    Harald Dietl 14 Juni, 2017, 20:39

    Und wie asozial ist jemand, der vorgeblich moralisch überlegen, anonym, mit erigiertem Zeigefinger Grüne und Neonazis in Zusammenhang bringt? Pfui Teufel!

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    • Wenn zwei das gleich tun, ...
      Wenn zwei das gleich tun, ... 15 Juni, 2017, 10:58

      … dann sind sie sich wohl ähnlich: Genau das “haarscharf an der Strafbarkeit vorbei” hat die Grüne Künast angeprangert bei den Neonazis als besonders perfide und verwerflich und sie hat bedauert, dass man dagegen strafrechtlich nicht vorgehen kann. Wenn diese Partei mit einem solchem Lamento in die Öffentlichkeit geht, müssen sich ihre Mandatsträger auch daran messen lassen – und an diesem Maß gemessen hat Frau Hagl total versagt. Bezeichnend aber für Dich ist, dass du das gleiche menschenverachtende Vokabular benutzt wie Frau Hagl: Den Wortschatz der links- und rechtsfaschistischen Unmenschen. Etwas mehr sprachliche Sensibilität hätte man gerade von dir erwarten können …

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      • Harald Dietl
        Harald Dietl 17 Juni, 2017, 19:59

        Ausgerechnet der Anonymus fordert eine „sprachliche Sensibilität“??? Dass ich nicht lache.

        Mit ihrer Hetze, ihren Beleidigungen, Lügen und destruktiven, besserwissenden Kommentaren pöbeln sie anonym durchs Internet und fordern von anderen „sprachliche Sensibilität“??? Davon sind sie selbst so weit entfernt, wie ein Eröffnungstermin vom Flughafen Berlin.

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        • Angenommen, ...
          Angenommen, ... 18 Juni, 2017, 07:55

          Ich wäre tatsächlich sprachlich insensibel: Wie weit muss es dann bei dir fehlen, dass ich bei dir sprachliche Insensibilität bemerke und kritisiere?

          p.s.: Wir halten also fest: Den heutigen Gebrauch des Wortes “asozial” billigst du trotz des Mißbrauchs dieses Begriffes und der daraus gerechtfertigten sozialen bis zur physischen Vernichtung von Menschen durch Nationalsozialisten und Kommunisten.

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          • Harald Dietl
            Harald Dietl 19 Juni, 2017, 10:12

            Wieder ein Beispiel für ihre Engstirnigkeit. Mit ihrem Scheuklappenblick lassen sie nur gelten, was in ihr Weltbild passt.

            Statt „asozial“ kann man ebenso das deutsche Wort „unsozial“ verwenden. Als „asozial“ oder „unsozial“ bezeichnet man eine Person, die nicht zu gemeinschaftlichem Verhalten fähig ist, sich nicht darum bemüht (Wahrig). Wer den Begriff „asozial“ nur im Sinn von „antisozial“ interpretiert, missbraucht ihn (siehe Nationalsozialismus oder DDR).

            Umgangssprachlich wird der Begriff meist als Schimpfwort verwendet. Zuletzt wurden Steuersünder, die ihr Geld im Ausland versteckten als die „Neuen Asozialen“ bezeichnet, ohne dass jemand die Absicht hatte, diese Steuerflüchtlinge sozial oder physisch zu vernichten.

            Wenn ein CSU-Politiker die Rettung ertrinkender als „Shuttle-Service“ bezeichnet, dann ist dies ein Abweichen von der geforderten gesellschaftlichen Norm. Diese und andere Aussagen zu Flüchtlingen (Söder, Scheuer) entsprechen eher dem (christlichen?) Leitbild der CSU und ihren Wählern; auf alle Fälle ist so ein Verhalten hilfreich, die absolute Mehrheit im Bayerischen Parlament zu erringen. Nicht gerade ein Kompliment für Bayern.

            Es gilt heute für manche schon als üblich, im Internet anonym und beleidigend zu agieren. Mag dies als Ausdruck des heutigen Zeitgeistes in Sozialen Medien als normal scheinen, entspricht dieses destruktive Verhalten doch nicht anerkannten gesellschaftlichen Normen.

  3. Es ist entlarvend ...
    Es ist entlarvend ... 12 Juni, 2017, 17:09

    … wie ausgerechnet den Grünen, die immer so akribisch sind bei der Definition dessen, was man sagen darf und was nicht, gerne mal die eigene Sprache entgleist. Hier hantiert Frau Hagl mit dem massiv belasteten Begriff „asozial“: Ein Begriff nicht nur unmittelbar aus dem „Wörterbuch des Unmenschen“, sondern auch aus der unseligen Zeit des kommunistischen Terrors in der sog. „DDR“, in der „Asoziale“ – genau wie im 3. Reich – stigmatisiert, ausgegrenzt und letztlich als „unwert“ und „vernichtenswert“ gebrandmarkt wurden. Dass nun nicht Herr Mayer selbst als „Asozialer“ verunglimpft wird, sondern „nur“ seine Aussage als asozial – tja, genau das haben die Grünen (wie auch die Neonazis) perfekt drauf: So richtig haarscharf an der Strafbarkeit vorbei, immer das politisch korrekte Mäntelchen umgehängt und populistisch den Bessermenschen rausgehängt: Der vorgeblich moralisch überlegende Zweck soll dann die die übelsten Mittel heilen. Und vor diesem Hintergrund wagt Frau Hagl auch noch, den Moralzeigfinger („erbrämlich“, „zynisches Weltbild“, „verachtende Haltung“) zu erigieren? Mutig, mutig. Die moralischen Koordinaten dieser Grünen möchte ich nicht geschenkt haben. Frau Hagl sollte sich für diesen menschenverachtenden Anwurf in Grund und Boden schämen. Pfui Teufel!

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