Sicherheitsbericht 2016 für den Landkreis: Gefährliche und schwere Körperverletzung nimmt deutlich zu – und zwar niederbayernweit

Sicherheitsbericht 2016 für den Landkreis: Gefährliche und schwere Körperverletzung nimmt deutlich zu – und zwar niederbayernweit

Polizeipräsident Josef Rückl überreichte am Dienstag im Rahmen des jährlichen Sicherheitsgesprächs den Sicherheitsbericht 2016 für den Landkreis Landshut an Landrat Peter Dreier.

Die Gesamtkriminalität, ohne Berücksichtigung der ausländerrechtlichen Verstöße, stieg im Landkreis Landshut um 252 auf insgesamt 4.540 Fälle. Dies bedeutet einen Anstieg von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein wichtiger Index für die „Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung“ ist die sog. Häufigkeitszahl. Sie gibt die Anzahl der erfassten Straftaten im Jahr, gerechnet auf 100.000 Einwohner, wieder. Die Häufigkeitszahl stieg im Landkreis von 2.824 (2015) auf 2.937 und liegt damit im Langzeitvergleich leicht über dem Mittelwert der letzten zehn Jahre. Die Aufklärungsquote bewegt sich im Landkreis Landshut mit 64,7 Prozent etwas unter dem gesamtniederbayerischen (67,8), aber weiterhin über dem gesamtbayerischen Wert (63,7).

Im Bereich der Gewaltkriminalität stieg die Anzahl der bekannt gewordenen Fälle von 156 im Vorjahr auf 169 Fälle in 2016 (+ 8,3 Prozent). Hauptursächlich für diese Steigerung ist ein erheblicher Anstieg bei den gefährlichen und schweren Körperverletzungen. Leider ist dieser Trend niederbayernweit festzustellen; wurden 2015 im Regierungsbezirk noch insgesamt 1.331 entsprechende Straftaten bekannt, so steigerte sich diese Zahl im Jahr 2016 auf insgesamt 1.537 Fälle (+ 18,2 Prozent). Das Aufkommen bei diesen Delikten ist das höchste der vergangenen zehn Jahre und liegt um 16,2 Prozent über den durchschnittlichen Zahlen dieses Zeitraums.





Auch im Bereich der Diebstahlskriminalität ist ein Anstieg von 1.150 registrierten Fällen im Vorjahr auf 1.206 Delikte in 2016 (+ 4,9 Prozent) zu verzeichnen. Eine deutliche Steigerung gab es auch bei der Straßenkriminalität; im Vorjahr wurden 633 Fälle registriert, 2016 waren es 734 Delikte.  Zur sog. Straßenkriminalität werden alle im öffentlichen Raum begangenen Straftaten, z.B. Sachbeschädigungen und Körperverletzungen, gezählt.

Nach dem deutlichen Rückgang im Jahr 2015 wurden im Berichtsjahr wieder mehr (+ 24 Delikte)  Wohnungseinbruchdiebstähle verzeichnet. Erfreulicherweise gab es bei der Rauschgiftkriminalität einen leichten Rückgang von 248 Fällen im Vorjahr auf 231 Fälle in 2016. Naturgemäß ist hier die Dunkelziffer hoch.

Fast durchwegs steigende Werte wurden 2016 im Bereich der Verkehrsunfallstatistik registriert. Im Landkreis Landshut wurden 2016 insgesamt 4.784 Verkehrsunfälle polizeilich erfasst. Dies stellt eine Steigerung um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (4.695) dar. Erfreulicherweise verringerte sich die Zahl der Verkehrstoten im Landkreis Landshut deutlich, von 17 in 2015 auf 4 Verkehrstote in 2016. Bei den Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss stieg die Zahl von 53 Unfällen im 2015 auf 59 Unfälle im Jahr 2016. Bei den Verkehrsunfällen unter Drogeneinfluss wurden wie im Jahr zuvor acht Unfälle registriert.

Die Geschwindigkeitsunfälle stiegen von 134 in 2015 auf 150 in 2016 (+ 11,9 Prozent). Die Fahrradunfälle erhöhten sich in 2016 um 14,8 Prozent, von 122 auf 140. Bei den Wildunfällen ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen; 2015 wurden noch 2.013 registriert, 2016 waren es 1.992 (- 1 Prozent).

 

 

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