Soll die „Landshut“ in Landshut ausgestellt werden? OB Putz sieht die Sache „skeptisch“ und glaubt, dass andere Orte geeigneter sein könnten

Soll die „Landshut“ in Landshut ausgestellt werden? OB Putz sieht die Sache „skeptisch“ und glaubt, dass andere Orte geeigneter sein könnten

Soll die historische Lufthansa-Maschine „Landshut“ im Falle einer Rückholung nach Deutschland in jener Stadt ausgestellt werden, die ihr den Namen gab? Mancherlei Initiative und vielfältige Debatten ranken sich um dieses spannende Thema, so hat sich CSU-MdB Florian Oßner in dieser Sache an Außenminister Sigmar Gabriel gewandt (wir berichteten). Nun bezieht auch Oberbürgermeister Alexander Putz Stellung – und zeigt sich auf Anfrage von Guten Morgen Landshut „skeptisch“.

Dass die 1977 von palästinensischen Terroristen entführte Maschine grundsätzlich als „zeitgeschichtliches Dokument erhalten“ und „in Deutschland repräsentativ ausgestellt“ werden sollte, ist für den OB (Bild) unstrittig. Es handle sich bei der „Landshut“ (die mittlerweile seit Jahren ausrangiert in Fortaleza/ Brasilien steht) um ein „Symbol des Deutschen Herbstes“. Ob Landshut allerdings die richtige Adresse sei, um das Flugzeug auszustellen, dies bezweifelt Putz; da gebe es vielleicht doch geeignetere Orte.

Der Oberbürgermeister weiß, dass es in Landshut in sehr ernst zu nehmenden Kreisen auch offensivere Überlegungen zu diesem Thema gibt („Manche Leute sehen das anders“). So wird hinter vorgehaltener Hand schon relativ präzise über einen möglichen Standort für das Flugzeug im Museumsquartier gesprochen, etwa auf dem provisorischen Parkplatz in der Freyung.





Putz denkt momentan in einer kleineren Kategorie; er kann sich vorstellen, einen Teil der Maschine im LANDSHUTmuseum auszustellen, um „unsere Museumslandschaft so zu bereichern“. Eine größere Lösung schließt er indes nicht kategorisch aus. Wenn es ein Konzept gebe, müsse man „nochmal reden“.

Kategorien: Aktuell, Nachrichten

Kommentare

  1. Ein Mahnmal gegen Extremismus ...
    Ein Mahnmal gegen Extremismus ... 15 April, 2017, 13:28

    … ist noch nie aktueller gewesen als heute: Linksextemismus, Rechtsextremismus und der importierte Islamismus sind massive Probleme für unsere offene Gesellschaft. Während die Politik vor dem Rechtsextremismus warnt und der Islamismus die große Sorge der Bürger ist wird der Linksextremismus gezielt heruntergespielt (bspw. M. Schwesig (SPD): „Linksextremismus ist ein aufgebauschtes Problem“) und verharmlost. Fakt ist, dass die RAF seinerzeit gezeigt hat, wozu Linksextremisten fähig und willens zu tun sind. Ein Mahnmal gegen den Linksextremismus wäre auch in Landshut sicherlich zu begrüßen.

    Ob man dazu allerdings ausgerechnet ein Flugzeug aufstellen muss, das die noch Lebenden, die diesen Terrorakt miterlebt haben, wieder an die fürchterlichen Stunden in diesem Flugzeug erinnert, bezweifle ich. Und mit Landshut hat dieser Terrorakt damals außer einer zufälligen Namensgleichheit des Flugzeugs mit unserer Stadt absolut nichts zu tun.

    Daher: Ein Mahnmal gegen den Linksextremismus und -terrorismus der RAF wäre gerade als Zeichen angebracht, dass die Lektion gelernt wurde, wozu Extremismus führt. Dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass die Mörder von damals heute begnadigt sich frei bewegen können und noch nicht einmal den Anstand hatten, sich zu ihren Taten zu bekennen – wer die Drahtzieher des Buback-Attentats waren, darüber schweigen diese Linksterroristen bis heute.

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