Starke Leistung ohne Lohn: EVL verliert Spiel zwei der Playoff-Serie gegen Tölz vor 1.999 Fans unglücklich mit 1:2

Starke Leistung ohne Lohn: EVL verliert Spiel zwei der Playoff-Serie gegen Tölz vor 1.999 Fans unglücklich mit 1:2

Unglücklicher EVL: Im zweiten Playoff-Viertelfinale gegen die Tölzer Löwen boten die Rot-Weißen eine sehr respektable Leistung, zwangen den favorisierten Meisterrunden-Sieger in ein noch engeres Match als am Freitag (0:3) – und mussten am Ende doch mit 1:2 die zweite Niederlage akzeptieren.

Tölz kann damit schon am Dienstag vor heimischem Publikum die Best-of-five-Serie zumachen und den EVL in den Urlaub schicken, doch davon will der Landshuter Coach erst mal nichts wissen. „Die Mannschaft ist sehr bereit für Spiel drei“, berichtete Helmut Steiger unmittelbar nach der Heimniederlage aus der Kabine. „Wir wissen jetzt ganz genau, wie wir sie packen können.“ Der Ehrlichkeit halber fügte der Trainer hinzu: „Natürlich müssen wir mal mehr als ein Tor schießen, aber da bin ich zuversichtlich.“

In der Tat hat sich – wie schon in weiten Teilen der Punkterunde – das Toreschießen auch in den ersten beiden Viertelfinals als entscheidendes Problem herauskristallisiert, während der EVL defensiv gegen die gefährlichen Tölzer Stürmer gut stand und sich dabei auch auf einen stabilen Goalie Max Englbrecht stützen konnte.





Spiel zwei begann vor exakt 1.999 Zuschauern am Gutenbergweg suboptimal für den Eislaufverein. Schon in der 5. Minute brachte Julian Kornelli die Gäste mit einem Break in Führung, in der 15. Minute erhöhte Klaus Kathan per Rebound im Powerplay nach Vorarbeit von Florian Strobl (Bild) auf 0:2. Auch wenn sich der EVL schon im 1. Drittel redlich bemühte, war er gegen die sehr selbstbewusst und abgeklärt agierenden Oberbayern zunächst unterlegen.

Das änderte sich jedoch mit zunehmender Spieldauer. Landshut wurde offensiv mutiger, auch konkreter vor dem gegnerischen Gehäuse, das Markus Janka erstklassig hütete. Der Lohn: In der 34. Minute gelang Valentin Kopp in Überzahl der Anschlusstreffer zum 1:2 – 13 Sekunden, nachdem Referee Bastian Haupt die erste Tölzer Strafzeit des Spiels verhängt hatte.

Die Leistung der Unparteiischen war ein eigenes Kapitel an diesem Abend – auch wenn sie nicht spielentscheidend gewesen sein mag, das Strafzeiten-Verhältnis von 22:6 zu Ungunsten des EVL und ein paar weitere Merkwürdigkeiten, zum Beispiel beim Icing, haben dem Außenseiter seine ohnehin schwere Aufgabe gegen das Top-Team der Oberliga ganz bestimmt nicht erleichtert.

Sei’s drum: Bei 1:2 nach 40 Minuten war noch alles drin für die Hausherren, die nun das Risiko erhöhten und läuferisch noch mehr investierten. Der EVL war deutlich am Drücker, traf in Person von Dominik Hammer die Querlatte (55.), nahm zwei Minuten vor Schluss den Torwart raus – und blieb doch unbelohnt für sein nimmermüdes Anrennen.

Von den Rängen gab’s nach der Schlusssirene Applaus für die Landshuter Leistung. Und dass die Hoffnung noch lebt am Gutenbergweg, daran ließ der Coach hinterher keinen Zweifel. „Ich weiß selber“, sagte Helmut Steiger, der in seiner erfolgreichen Profi-Karriere wahrlich viel erlebt hat, „dass der letzte Sieg in einer Serie immer der schwerste ist. Wir sehen weiter unsere Chance.“

Kategorien: Aktuell, Sport

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