Toni Krinner ist tot: Ex-Trainer des EVL wurde nur 49 Jahre alt

Toni Krinner ist tot: Ex-Trainer des EVL wurde nur 49 Jahre alt

Die deutsche Eishockey-Familie – und mit ihr der EV Landshut – trauert um Toni Krinner. Der Trainer, der 2015 beim EVL gearbeitet hat, ist letzte Nacht gestorben. Er  wurde 49 Jahre alt.

Es war während seines Engagements am Gutenbergweg, als bei Krinner im Sommer 2015 Krebs diagnostiziert wurde. Der Coach ging mit seiner Erkrankung radikal offen um und kehrte nach einer Auszeit im Herbst – noch schwer gezeichnet von der Chemotherapie – an seinen Arbeitsplatz am Gutenbergweg zurück. Er war körperlich dramatisch geschwächt und verströmte zugleich einen atemberaubenden, schier unbeugsam wirkenden Lebenswillen.

Als Journalist hatte man zu dieser Zeit Begegnungen mit Toni Krinner, die sich auf immer eingeprägt haben. Man spürte: Er machte sich zu keinem Zeitpunkt über keinen Aspekt seiner schweren Erkrankung irgendeine Illusion, verdrängte nichts – und stemmte sich dem Krebs doch mit allem, was er hatte, entgegen. Der Kampf, den Toni Krinner kämpfte, war kein verzweifelter, sondern ein aufrechter.





Sein Gesundheitszustand besserte sich zunächst, er kehrte auf die Trainerbank zurück. Nach dem Ende seines Engagements am Gutenbergweg ging Krinner erst nach Kaufbeuren und übernahm im Oktober 2016 in Ravensburg. Er unterschrieb einen Vertrag bis 2019 und arbeitete akribisch wie eh und je an der sportlichen Zukunft seines Clubs. Vor einer Woche dann meldete Ravensburg, dass sich der Coach einer Gallenstein-Operation unterziehen müsse und am folgenden Wochenende fehlen werde.

Doch der Krebs war zurück. Toni Krinner hatte nur noch wenige Tage zu leben.

Michael Stolzenberg

Kategorien: Aktuell, Sport

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