„Verbrannte Bücher – verbannte Dichter“: Gedenklesung mit Musik im Skulpturenmuseum

„Verbrannte Bücher – verbannte Dichter“: Gedenklesung mit Musik im Skulpturenmuseum

Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS Ostbayern) veranstaltet in Kooperation mit dem Skulpturenmuseum im Hofberg, der VHS und der Stadtbücherei am kommenden Donnerstag, 11. Mai, um 19.30 Uhr im Skulpturenmuseum eine Gedenklesung mit Musik zur Erinnerung an die Nazi-Bücherverbrennung vom Mai 1933.

Als Höhepunkt der „Aktion gegen den undeutschen Geist“ wurden damals in zahlreichen deut­schen Hochschulstädten Bücher jüdischer, linker und liberaler Autoren öffentlich verbrannt. Der deutsch-jüdische Dichter Heinrich Heine, dessen Werke damals ebenfalls verbrannt wurden, schrieb in trauriger Prophetie des Holocaust: „Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“

Zum Gedenken an die Schriftsteller aller Fachrichtungen, die Opfer dieser barbarischen Aktion wurden, die zu Tode kamen oder ins ausländische Exil flüchten mussten, findet diese Lesung im Skulpturenmuseum statt. Hier begegnet die Literatur verbannter Schriftsteller den Denk- und Mahnmalen Fritz Koenigs, der den Zweiten Weltkrieg miterlebte und über seine Kunst auf vielfältige Weise Erinnerung an die Opfer stiftet.





Drei Schriftstellerinnen ‒ Mirjam Pressler, Marita A. Panzer, Ingrid Kellner ‒ und der VHS-Dozent Klaus Kreuzer stellen Leben und Texte deutschsprachiger Autoren vor, deren Bücher 1933 von Nazi-Studenten und SA-Trupps öffentlich verbrannt wurden, Menschen, die ins Exil flohen und des­halb oft vergessen wurden. Claudio Temporale improvisiert zwischen den Lesungen auf der Klarinette.

Wegen der begrenzten Platzzahl wird um Anmeldung beim Skulpturenmuseum im Hofberg gebeten, Telefon 89021. Der Eintritt beträgt 7 Euro; Schüler und Studenten mit Ausweis haben freien Eintritt.

(Foto: Bundesarchiv)

Kategorien: Aktuell, Kultur

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